Schrecksekunde für Stefan Kraft in Planica
Bei winterlichen Bedingungen hat der Ex-Weltrekordler im Training große Probleme in der Anlaufspur.
Pünktlich zum Saison-Kehraus der Skispringer hält der Winter wieder Einzug.
Dichter Schneefall und starker Wind sorgen dafür, dass in Planica am Donnerstag nur eines statt der geplanten zwei Trainings vor der Qualifikation für den ersten Bewerb am Freitag (15:00 Uhr im LIVE-Ticker >>>) stattfinden kann.
Stefan Kraft erlebt bei seinem Trainingssprung auf jener Schanze, auf der ihm Domen Prevc letztes Jahr mit einem Flug auf 254,5 Metern den Weltrekord abgenommen hat, eine Schrecksekunde.
Der Salzburger setzt zunächst unscheinbar nach bereits 162,5 Metern auf, die Hillsize liegt bei 240 Metern.
"Boah, hoffentlich schmeißt es mich nicht"
Im ORF-Interview erklärt Kraft, woran das lag: "Die Bundesheerler, die schauen, dass kein Schnee in die Spur kommt, haben seitlich eine kleine Lawine ausgelöst."
Während der dreifache Gesamtweltcup-Sieger auf das Freizeichen von Cheftrainer Andreas Widhölzl wartet, "ist eine Schneekugel runtergerollt, der ich zugeschaut habe. Ich dachte mir, die wird schon aus der Spur bleiben."
Doch 10 bis 15 Meter vor dem Absprung fuhr Kraft mit dem rechten Ski über besagten Schneehaufen, der ihn ins Stocken brachte. Sein einziger Gedanke in diesem Moment: "Boah, hoffentlich schmeißt es mich nicht schon, bevor ich wegspringe."
Der zehnmalige Sieger von Weltcup-Skifliegen hatte Glück und kam heil die Schanze herunter. Die Qualifikation für den ersten Wettkampf schafft Kraft im Anschluss mit einem Flug auf 205 Meter souverän.