Karriereende! Schlierenzauers "magic moments"

Karriereende! Schlierenzauers
 

Der letzte Absprung! Mit 31 Jahren zieht Gregor Schlierenzauer einen Schlussstrich unter seine Karriere.

Eine höchst erfolgreiche Karriere, die 2006 im Alter von 16 Jahren kometenhaft begann. Erfolge am Fließband pflastern den Weg in den folgenden Winter, Schlierenzauer hinterlässt seine Fußstapfen in der Skisprung-Geschichte.

Er tritt als erfolgreichster Springer der Weltcupgeschichte ab: 2013 überflügelte Schlierenzauer Rekordmann Matti Nykänen und hält seither die Bestmarke der meisten Weltcupsiege.

Wir haben die "Magic Moments" der Karriere:

Lillehammer 2006: 1. Weltcupsieg

Foto: © GEPA

Der Aufstieg war kometenhaft. Im März 2006 feierte Schlierenzauer als 16-Jähriger sein Weltcup (Rang 24). 3 Springen später steht der Tiroler ganz oben: Er gewinnt in Lillehammer sein erstes Weltcupspringen. Am Samstag klopft der damals 16-Jährige als Vierter am Podest an, am Sonntag gelingt der Sprung nach ganz oben. Zur Halbzeit liegt Schlierenzauer noch auf Rang drei, mit der Durchgangs-Höchstweite von 137 Meter segelt er an Adam Malysz (letztlich Dritter) und Anders Jacobsen vorbei. Der Startsprung in eine höchst erfolgreiche Ära.

Sapporo 2007: 1. WM-Gold Team

In der ersten vollen Saison folgt ein weiteres Highlight: Bei seiner ersten WM springt er gemeinsam mit Wolfgang Loitzl, Andreas Kofler und Thomas Morgenstern zu Team-Gold. Die Geburtsstunde der Superadler-Ära. Die rot-weiß-roten Springer dominieren in den folgenden Winter das Fluggeschehen an den Schanzen.

Oberstdorf 2008: Doppelweltmeister Skifliegen

Das Gold-Sammeln geht weiter! Die Premiere bei einer Skiflug-WM wird zum Triumph. Schlierenzauer gewinnt den Einzelbewerb vor seinem Teamkollegen Marin Koch. Und legt im Team gleich nochmals Gold nach.

Vikersund 2009: 1. Gesamtweltcupsieg

Dominanz pur! Schlierenzauer feiert in der Saison 2008/09 13 Weltcupsiege und stellt damit einen neuen Rekord auf. Sechs Siege in Folge sind ebenfalls eine neue Bestmarke. Die Krönung dieser Traumsaison ist der erste Sieg im Gesamtweltcup. Mit einem Sieg in Vikersund macht Schlierenzauer den Triumph vorzeitig perfekt und darf die große Kristallkugel in die Luft stemmen. 2.083 Punkte aus 27 Springen – auch das ein Rekord, der bis 2015/16 (Peter Prevc: 15 Saisonsiege) Bestand hatte.

Engelberg 2009: Österreichischer Rekordmann im Weltcup

Am 19. Dezember macht sich Gregor Schlierenzauer zum österreichischen Rekord-Springer. In Engelberg feiert er seinen 26. Weltcupsieg – und setzt sich damit in der ewigen Bestenliste vor Andreas Felder an die Spitze.

Vancouver 2010: Olympia-Gold und Einzel-Bronze

Schlierenzauer reist mit neun Saisonsiegen im Gepäck als Favorit zu den Olympischen Spielen in Vancouver. Dort gehört die Bühne aber "Tüftler" Simon Ammann, der mit einer neuartigen Stabbindung eine Klasse für sich ist und sich beide Einzel-Goldmedaillen schnappt. Schlierenzauer holt jeweils die Bronze-Medaille. Im Teambewerb vergoldet er sich gemeinsam mit seinen Teamkollegen Loitzl, Kofler und Morgenstern. Einzelgold bei Olympia sollte ihm aber letztlich verwehrt bleiben…

Oslo 2011: Einzel-Gold bei der Weltmeisterschaft

Foto: © GEPA

Endlich hat er sein Einzel-Gold! Ein Jahr nach dem Bronze-Double bei Olympia gelingt Schlierenzauer der Gold-Coup. Nach einer Enttäuschung auf der Normalschanze (Rang 8) gibt es im Teambewerb auf der kleinen Schanze das erste goldene Erfolgserlebnis.

Davon beflügelt geht es auf die Großschanze: Nach dem 1. Durchgang liegt Schlierenzauer nur auf Rang vier. Mit der Höchstweite von 134,5 Metern segelt er noch an die Spitze des Feldes. Hauchdünn lässt er Teamkollege Thomas Morgenstern um 0,3 Punkte hinter sich. Zwei Tage später strahlt das Bullen-Duo als Teamweltmeister gemeinsam vom obersten Podest.

Bischofshofen 2012: 1. Sieg Vierschanzentournee

Foto: © GEPA

Man glaubt es kaum – aber auf den Sieg bei der Tournee musste Schlierenzauer sechs Jahre warten. Nach Traumstart und Siegen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen fixiert er mit den Rängen zwei (Innsbruck) und drei (Bischofshofen) den Sieg beim Saison-Highlight der Springer. Ein Jahr später legt er nach und verteidigt den Titel.

Harrachov 2013: Rekord von Nykänen übertroffen

Seit dem 3. Februar 2013 darf sich Schlierenzauer "erfolgreichster Skispringer der Weltcup-Geschichte" nennen. In Vikersund zieht der Tiroler mit Legende Matti Nykänen gleich, drei Wochen später krönt er sich zum alleinigen Rekordhalter. Und das standesgemäß mit einem ungewöhnlichen Doppelsieg an einem Tag. Bei den Skiflug-Bewerben in Harrachov werden wetterbedingt beide Springen am Sonntag ausgetragen. Der Sieger heißt jeweils Gregor Schlierenzauer. Nach dem Rekord gibt es zum Drüberstreuen die zweite große Kristallkugel und auch die kleine im Skiflug-Weltcup.

Lillehammer 2014: 53. und letzter Weltcupsieg

Dass wir bereits am 6. Dezember 2014 Zeuge des letzten Weltcupsieges von Schlierenzauer wurden, hat damals niemand geahnt. Im Nachhinein gesehen hat sich ein Kreis geschlossen: Am Ort, wo er seinen Premierensieg feierte, steht der Tiroler auch zum letzten Mal am Siegerpodest ganz oben.

Schlierenzauers Karriere-Statistik:

Bewerb Erfolge
Gesamtweltcup 2 (2008/09, 2012/13)
Weltcup 53 Siege
Olympia 1x Gold, 1x Silber, 2x Bronze
Weltmeisterschaft 6xGold,5xSilber, 1xBronze
Skiflug-WM 4x Gold, 1x Silber

Schlierenzauers Medaillen:

Olympia (1-1-2):

Gold: Team 2010 Vancouver
Silber: Team 2014 Sotschi
Bronze: 2010 Normalschanze
Bronze: 2010 Großschanze

WM (6-5-1):

Gold: 2011 Oslo Großschanze
Gold: Team 2007 Sapporo
Gold: Team 2009 Liberec
Gold: Team Oslo 2011 Großschanze
Gold: Team Oslo 2011 Normalschanze
Gold: Team 2013 Val di Fiemme Großschanze
Silber: 2013 Val di Fiemme Normalschanze
Silber: 2009 Liberec Normalschanze
Silber: Mixed 2013 Val di Fiemme
Silber: 2015 Falun Großschanze
Silber: Team 2015 Falun Großsc

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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