ÖSV-Coach Kriechbaum: "Nicht unser Anspruch"

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Die Erwartungshaltung vor der WM-Abfahrt der Damen war groß - letztlich stehen die ÖSV-Damen aber auch nach dem 3. WM-Bewerb in Aare ohne Medaille da.

"Wieder hat nicht viel gefehlt, wieder vier Hundertstel. Für uns ist das natürlich enttäuschend", so ÖSV-Cheftrainer Jürgen Kriechbaum. "Das Ziel war - gerade in der Abfahrt - eine Medaille."

Durch die starken Saisonleistungen (fünf Siege) haben sich die ÖSV-Damen in die Favoritenrolle gefahren. Dass der Druck zu groß war, lässt Kriechbaum nicht gelten.

"Nicht unser Anspruch"

"Mir ist es lieber, man fährt mit großer Erwartungshaltung zu einer WM, als anders. Wenn man sich über starke Saisonleistungen für eine WM qualifiziert, dann muss man beim Großereignis cool bleiben", so der Wahl-Tiroler.

Die Leistungen seien okay gewesen: "Die mannschaftliche Stärke haben wir mit allen vier Damen in den Top 10 auch heute bestätigt. Aber das darf uns nicht zufrieden stellen, das ist nicht unser Anspruch."

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"Was soll man da noch sagen?"

Dem stimmt auch das Abfahrts-Quartett Venier, Siebenhofer, Schmidhofer und Tippler unisono zu.

"Es ist irrsinnig enttäuschend. Wir waren bei allen Saisonabfahrten auf dem Podest und hätten sicher alle um eine Medaille mitfahren können. Im Endeffekt fehlen zwei Mal vier Hundertstel auf eine Medaille. Was soll man da noch sagen", fragt sich Ramona Siebenhofer, die in der Kombination eine Medaille hauchdünn verpasste.

Man würde wohl 100 Gründe finden, warum es zwei Mal so knapp nicht für Edelmetall gereicht hat. Im Endeffekt sei auch das Glück nicht auf der Seite der ÖSV-Damen gewesen, meint Siebenhofer.

Dass gleich mehrer Läuferinnen aus dem rot-weiß-roten Team zum Favoritenkreis gezählt haben, sei eine neue Erfahrung gewesen, sagt Tamara Tippler. "Wenn man als Favoriten hierher kommt, erwartet halt jeder viel. In der Situation, dass gleich mehrere Läuferinnen um den Sieg mitfahren können, waren wir noch nie. Damit muss man auch erst umgehen", merkt die Steirerin an.

Nächstes Ziel: Kristall-Kugel

Stephanie Venier will den Druck nicht als Ausrede gelten lassen. "Es hat einfach nicht gereicht", sagt die Viertplatzierte. „Jetzt heißt es das abzuhaken, der Weltcup geht ja weiter."

Auch Siebenhofer richtet den Blick bereits wieder nach vorne. Wir sind sicher eine Starke Mannschaft und im Weltcup wird das Glück dann hoffentlich wieder auf unserer Seite sein", hofft die 27-Jährige.

Insgesamt drei Abfahrten und zwei Super-G stehen in dieser Weltcup-Saison noch auf dem Programm. "Es fahren noch drei Leute von uns um die Abfahrtskugel mit. Das ist jetzt das nächste Ziel", sagt Siebenhofer, die wie Venier und Schmidhofer noch im Rennen um die kleine Kristallkkugel ist. Im Super-G hat Schmidhofer noch Chancen in der Disziplinen-Wertung.

"Wir gehen gemeinsam durch dick und dünn. Jetzt ist es für uns halt einmal nicht so gelaufen, die restliche Saison war dafür sensationell", sagt Tippler. "Aare ist jetzt Geschichte."

Textquelle: © LAOLA1.at

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