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Schwerer Sturz überschattet Gröden-Training

Striedinger muss sich nur einem Norweger geschlagen geben.

Schwerer Sturz überschattet Gröden-Training Foto: © GEPA

Ein schwerer Sturz von Felix Monsen überschattet am Donnerstag das zweite Training für die Weltcup-Abfahrt der Herren in Gröden (Samstag, 11:45 Uhr).

Der 27-jährige Schwede, am Vortag hinter Ryan Chochran-Siegle Zweitschnellster auf der äußerst anspruchsvollen Saslong-Piste, kommt bei einem Sprung zu Sturz, verletzt sich am rechten Knie und muss mit dem Helikopter geborgen werden. Eine genaue Diagnose steht noch aus.

Trainingsschnellster ist am Donnerstag Aleksander Aamodt Kilde. Der Norweger setzt sich 0,29 Sekunden vor Otmar Striedinger und Cochran-Siegle (USA/+0,38) durch.

Mit Daniel Hemtsberger (+1,32) als Siebenter schafft es ein weiterer ÖSV-Läufer in die Top Ten. Matthias Mayer (+1,61) wird Elfter.

Max Franz hat 2,60 Sekunden Rückstand, Vincent Kriechmayr liegt knapp drei Sekunden zurück.

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"Das ist eine Strecke, die uns Norwegern, unserem Skifahren liegt. Die Verhältnisse sind das, was wir gut fahren können. Wir können einfach saubere Schwünge machen", erklärte Kilde, der im Vorjahr Super-G und Abfahrt im Grödnertal gewonnen hat.

Insgesamt hat er bereits drei Saslong-Siege auf der Habenseite. Auch seine Landsleute Aksel Lund Svindal und Kjetil Jansrud haben in Gröden mehrmals gewonnen.

"Ich glaube, es ist eine Mischung aus vielen Dingen", sagte Kilde. "Unsere Technik, der Schnee, und auch das Terrain mit den weiten Sprüngen."

Komplett anderes Setup bei Striedinger

Striedinger verwendete im Gegensatz zum Mittwochtraining ein komplett anderes Setup.

"Ich habe von gestern auf heute einiges umgestellt und habe schon während dem Fahren gemerkt, dass es dahin geht und dass ich das Gefühl habe, das ich brauche", erzählte der Kärntner.

"Aber zählen tut es am Samstag. Da musst du den Rennplan, den du im Kopf hast, so gut wie möglich umsetzen."

Kilde sei zu bewundern. "Das ist sein Wohnzimmer. Der Hundling macht da immer alles richtig", sagte Striedinger. "Der Grödner Schnee ist ziemlich aggressiv. Die Amerikaner und die Norweger wachsen auf aggressivem Schnee auf, deshalb verwundert es mich nicht so sehr. Aber er ist ein Weltklasse-Skifahrer, der Kilde kann auf jedem Untergrund Rennen gewinnen."

Mayer betonte, es seien "zwei gute Trainingsläufe" gewesen. "Ich habe zweimal gut erkennen können, wie es geht."

Er habe am Donnerstag einen anderen Ski ausprobiert, "schon ein bisschen in Vorbereitung vielleicht für Kitzbühel und Bormio". Der Plan laute: "Gas geben und wenn möglich der Schnellste sein." Seine Erfolgsaussichten seien im Super-G wahrscheinlich besser.

"Aber in der Abfahrt habe ich natürlich die große Aufgabe, dass ich einmal das Problem löse." Besser als Siebenter 2014 war Mayer in einer Gröden-Abfahrt noch nie klassiert gewesen.

Franz zeigte sich ob seines großen Rückstandes nicht beunruhigt. "Es war eigentlich oben alles gut. Ich bin dann gut zur ersten drei Wellen in der Ciaslat gut hingekommen, aber mit so einem Hadern, dass ich einmal komplett drüber hinausgeschossen bin, und dann kannst du es vergessen. Da fährst du gleich einmal hinterher", meinte er.

Kriechmayr wusste nicht recht, warum er "leider im oberen Teil zu viel Zeit verloren" habe. "Da muss ich noch analysieren, warum und wieso. Aber für das gibt es ja Videostudium."

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