Hirscher gewinnt zum 5. Mal in Zagreb

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Marcel Hirscher gewinnt zum fünften Mal den Slalom von Zagreb und feiert seinen 64. Weltcupsieg. Der nach dem ersten Durchgang noch auf Platz zwei liegende Salzburger setzt sich in einer Zeit von 1:48.64 Sekunden vor dem Franzosen Alexis Pinturault (+0,60 Sekunden) durch. Manuel Feller (+0,62) komplettiert als Dritter das Podest.

Pech hat Marco Schwarz. Der Halbzeit-Führende fädelt in der Entscheidung im oberen Teil ein und scheidet aus.

Henrik Kristoffersen (NOR) muss sich mit dem fünften Platz zufrieden geben. Christian Hirschbühel landet auf Rang 14.

Michael Matt scheidet im ersten, Marc Digruber im zweiten Durchgang aus.

Ergebnis des Weltcup-Slaloms in Zagreb>>>

Ewige Bestenliste Herren>>>

"Froh, dass der Tag so rumgebogen wurde"

"Ich bin froh, dass der Tag so rumgebogen worden ist", gestand Hirscher nach seinem Triumph im ORF-Fernsehen. Nach dem ersten Durchgang war der Salzburger noch 0,37 Sekunden hinter Schwarz und knapp vor Feller auf Platz zwei gelegen.

Doch mit Bestzeit sicherte sich Hirscher dann doch noch seinen Jubiläumssieg. Fünf Slaloms an einem Ort hat der als "Snow King" weiterregierende Österreicher sonst nirgends gewonnen. Hirschers erfolgreichste Orte im Weltcup>>>

Siegerliste in Zagreb>>>

Dreifachführung zur Halbzeit

Obwohl mit Michael Matt einer der besten Österreicher schon im ersten Durchgang gescheitert war, sorgten Schwarz vor Hirscher und Feller in einem extrem schnell gesetzten Kurs zur Halbzeit für eine ÖSV-Dreifachführung.

Dass daraus am Ende ein Solosieg für Weltmeister Hirscher wurde, hatte viel mit Schwarz zu tun. Wenige Tage nach seinem Premierentriumph in Oslo griff der Kärntner nach erstmaliger Halbzeitführung auch nach dem ersten Sieg in einem Spezialslalom.

Doch in der Entscheidung des vom Italiener Daniele Simoncelli deutlich drehender gesetzten Finallaufs scheiterte der Kärntner mit Einfädler relativ früh.

Schwarz nach Ausfall enttäuscht

"Schade natürlich. Ich wusste, ich muss Gas geben, die anderen drücken auch an. Es ist sich bei mir aber nicht ausgegangen", sagte Schwarz, der die Sicht im Steilhang bemängelte.

"Aber das soll keine Ausrede sein. Sicher ärgere ich mich, aber es geht weiter."

Hirscher warnt vor Schwarz

Hirscher hatte seinem Landsmann zur Pause noch Rosen gestreut. "Er ist momentan der Bessere, wird schwer zu biegen sein", hatte er da noch befürchtet.

Obwohl sich der siebenfache Weltcup-Gesamtsieger in der Pause beim Einfahren die Lippe blutig geschlagen hatte und erneut nicht ganz so souverän wie vor Weihnachten gewirkt hatte, legte er eine Laufbestzeit hin.

"Es war ein harter Arbeitstag"

Mit Zagreb begann der intensive Slalom-Jänner, weiter geht es für die Technik-Herren in Adelboden. Im Weltcup hat Hirscher derzeit 335 Punkte Vorsprung auf Henrik Kristoffersen, der sich in Zagreb mit Platz fünf begnügen musste. Gesamtweltcup-Stand>>>

"Bei mir fehlt aber nach wie vor die Selbstverständlichkeit ein bissl. Die Luft wird immer dünner", warnte Hirscher. "Ich bin deshalb megafroh. Das war heute ein echt harter Arbeitstag."

Stimmen:

Marcel Hirscher: "Ich bin mit vollem Risiko reingegangen. Die Selbstverständlichkeit fehlt mir, ich kann aber sicher schneller skifahren. Mir fehlt die Selbstverständlichkeit etwas - vielleicht sieht man das im Fernsehen eh nicht so. Es war nicht so solide und souverän, nicht ganz so in der Mitte. Von dem her bin ich froh, dass der Tag so rübergebogen wurde, wie es gelungen ist. Aber die Luft wird dünner. Ich hoffe, dass die Körndln halten, bis dass der Schnee weg ist. Im Moment passt es. Marco hat wieder gut angefangen. Ich hab gar nicht genau gesehen, was passiert ist. Aber er ist wahnsinnig in Form und zeigt schon, wo der Speed hingeht."

Marco Schwarz: "Schade natürlich. Ich habe gewusst, ich muss Gas geben. Die anderen drücken auch an. Es ist mir leider nicht aufgegangen. Ich war eigentlich ganz entspannt, habe mir nicht mehr Druck gemacht wegen der Halbzeitführung. Ich war einfach ein bisserl zu früh dann, daher ist es passiert. Hilft nix. Sicher ärgere ich mich - aber es geht weiter."

Manuel Feller: "Sicher habe ich mich zuerst geärgert, weil ich mir gedacht habe: Gibt's doch nicht, wieder Vierter und um 2 Hundertstel. Aber unglaublich, dass jetzt das erste Podest im Slalom gekommen. Bitter für Blacky, dass ihn das gleiche Schicksal wie mich vor zwei Jahren ereilt hat. Bei meinen guten Fahrten weiß ich danach nix mehr. Eigentlich bin ich auf Sieg gefahren, daher habe ich mich zuerst noch mehr geärgert."

Michael Matt: "Das Tempo ist recht hoch. Da war ein Schlag, ich hab den genau aufgenommen und dann war's vorbei. Es ist kein schlimmer Schlag - aber wenn du gegen den fährst, dann ist es bei dem hohen Tempo nicht gut."

Textquelle: © LAOLA1.at

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