Kriechmayr: "Ein gescheiter Husarenritt"

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Fast wäre er gelungen, der Sieg-Hattrick der Ski-Herren.

Nach den Siegen von Marcel Hirscher und Max Franz in den ersten beiden Saison-Rennen verpasste Vincent Kriechmayr den dritten Erfolg nur knapp. Lediglich 14 Hundertstel fehlten im Super-G in Lake Louise am Ende auf Sieger Kjetil Jansrud.

"Ich habe mehr ein lachendes als ein weinendes Auge. Es war ein gescheiter Husarenritt", trauert Kriechmayr dem Sieg nicht zu sehr nach. "So gut bin ich noch nie in die Saison gestartet", meint der Oberösterreicher, der erstmals die Führung im Gesamtweltcup innehat.

Jansrud verhindert ÖSV-Skigeschichte

Kriechmayr hätte mit einem Sieg österreichische Skigeschichte schreiben können. Noch nie haben die ÖSV-Herren die ersten drei Saisonrennen gewonnen.

Dass es am Ende nicht zu Platz eins gereicht hat, sei einem nicht optimalen Start geschuldet, meint Kriechmayr. Er sei oben nicht optimal ins Fahren gekommen, erklärt er letztlich seinen Rückstand auf Jansrud.

"Den Mittelteil habe ich dafür extrem gut getroffen. Aber um Kjetil zu biegen, braucht es eben einen sensationellen Lauf von oben bis unten. Der ist mir nicht gelungen weil ich ab der ersten Zwischenzeit zu hasardieren angefangen und keinen Speed mitgenommen habe. Das Ergebnis ist trotzdem sensationell."

Jetzt fahre er mit einem noch besseren Gefühl nach Beaver Creek in die USA, wo er seine ersten Punkte und im Vorjahr seinen ersten Sieg geholt hat. Der Kampf um die WM-Plätze werde mörderisch. "Wir sind ein extrem gutes Team. Wenn einer auslasst, ist sofort ein anderer da. Das ist gut. Wenn du deine Kollegen im Training herbrennst, weißt du, dass du auch im Rennen vorne dabei bist."

Jansrud: "Normal keine Chance gegen Kriechmayr"

Während Olympiasieger Matthias Mayer aktuelle Abstimmungsprobleme beim Material gesteht, musst sich Reichelt derselben Frage stellen wie Kriechmayr. "Platz vier ärgert mich aber ein bissl", hat er aber eher das weinende Auge. "Aber der Speed passt, das ist das Wichtigste", sagt der Salzburger, der sich ebenfalls auf Beaver Creek freut. Dort ist er 2015 Weltmeister im Super-G geworden.

An die Norweger schickt Reichelt Komplimente. "Schon die Fahrt von Svindal war gut, Jansrud hat noch eins draufgesetzt." Der so Gelobte freut sich. "Vincent ist so stark, ich musste volles Risiko nehmen", sagt Jansrud. "Mit einer normalen Fahrt habe ich gegen ihn keine Chance."

Sieben norwegische Super-G-Siege in Folge seien unfassbar. "Vielleicht sind wir am Saisonbeginn einfach schon etwas risikobereiter", vermutet er.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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