Garmisch: Ski-Asse schwärmen von Piste

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Die Kandahar-Abfahrt am Samstag in Garmisch-Partenkirchen wird etwas für "Genuss"-Skifahrer.

So geraten nach dem ersten Abfahrtstraining, das der Norweger Aleksander Aamodt Kilde für sich entscheiden konnte, nahezu alle Fahrer ins Schwärmen: "So eine schöne, gleichmäßige Piste hatten wir hier selten. Sehr angenehm. Ganz anders als Kitzbühel", sagt beispielsweise Vincent Kriechmayr nach dem ersten Trainingslauf. Kriechmayr belegte als bester Österreicher Rang drei.

Worüber sich die Speed-Asse besonders freuen: Im Vergleich zu den Vorjahren soll die Piste wesentlich weniger furchteinflößend sein.

Die nötige Umstellung, von Eispiste auf "wieder Schnee" (Romed Baumann), dürfe für Kriechmayr kein Problem sein. "Ich muss sowieso alles können, wenn ich vorne mitfahren will."

Erstes Abfahrtstraining noch ohne Wertigkeit

Mehr als ein erstes Abtasten der Kandahar war es nicht. Kilde ließ es ziemlich laufen, fuhr aber wie so viele an einem Tor kurz vor der Einfahrt zum Sprung "Freier Fall" vorbei. Der Schweizer Weltcup-Führende Beat Feuz und die Südtiroler Mitfavoriten Christof Innerhofer und Kitzbühel-Sieger Dominik Paris fuhren teils immer wieder aufrecht. "Es ist nicht so schwer wie letztes Jahr", kommentierte Paris nach getaner Spazierfahrt mit Nummer eins.

Matthias Mayer sah es gemischt: "Es kann schon unruhig werden, aber nicht ungut. Die zwei Minuten gehen natürlich immer 'eine'." Die weichen Bedingungen kommen dem Internationalen Skiverband entgegen. "Sieht gut aus. Nicht zu 'tough' vor der WM", meinte FIS-Renndirektor Markus Waldner.

Hannes Reichelt freute sich über eine "super schöne Piste". Der 38-jährige Routinier hat die Kandahar-Abfahrt 2017 und 2015 für sich entschieden. In einer Saison ohne bisher "überragende Leistungen" will sich Reichelt auf einer seiner Lieblingsstrecken Selbstvertrauen für die anstehende WM holen. Wenn die Kombination "Ski, Körper und Geist" stimme, so der Salzburger, könne er wieder eine "Rolle sehr weit vorne spielen".

Letztes Abfahrts-Ticket wird vergeben

Nach der Verletzung von Max Franz hat Reichelt wie Mayer und Kriechmayr sein Ticket für die bevorstehenden Weltmeisterschaften fix in der Tasche. Dahinter ist Otmar Striedinger der heißeste Anwärter auf den vierten und letzten verbleibenden Aare-Startplatz. Herren-Rennsportleiter Andreas Puelacher sieht derzeit dieses Quartett voran. "Wir haben vier, die Podest fahren können. Reichelt, Mayer, Kriechmayr, Striedinger."

Ein medialer Aufstellungspoker liegt dem Tiroler nicht. "Die anderen sind von der Platzierung her nicht so gut. Ich will aber fair bleiben und jedem die Chance bis zum Schluss geben."

Gecastet werden deshalb in Oberbayern vor allem noch potenzielle WM-Ersatzfahrer. Daniel Danklmaier als Streif-Fünfter, Johannes Kröll, Christian Walder und Christopher Neumayer kommen infrage. Um Puelachers Top-Quartett nämlich noch zu sprengen, benötigen sie schon ein Spitzenresultat. "Die müssen aufs Podest hinfahren", forderte der Trainer am Vorabend. "Top Zehn wird zu wenig sein, ich nehme nicht zehn Abfahrer mit."

Textquelle: © LAOLA1/APA

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