Liensberger fährt in Zagreb aufs Podest

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Im Schatten des beeindruckenden Duells zwischen den Slalom-Top-Stars Petra Vlhova und Mikaela Shiffrin fährt Katharina Liensberger beim Slalom in Zagreb aufs Podest.

Die Vorarlbergerin klassiert sich trotz eines Rückstands von 3,49 Sekunden auf die slowakische Siegerin auf Rang drei. US-Girl Shiffrin muss sich in beiden Durchgängen Vlhova geschlagen geben und liegt am Ende 1,31 Sekunden hinter der 24-Jährigen, die ihren elften Weltcupsieg feiert.

Katharina Truppe belegt Rang sieben (+4,42), Chiara Mair wird 15. (+5,65), Franziska Gritsch (20.) und Michaela Dygruber (26.) landen ebenfalls in den Punkerängen.

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Liensberger: "Hat mir alles abverlangt"

Für Liensberger war es der zweite dritte Platz innerhalb einer Woche, nachdem sie das auch beim Riesentorlauf in Lienz geschafft hatte. Insgesamt durfte sie sich über ihr drittes Podium im Ski-Weltcup freuen - jeweils war sie Dritte.

"Ich bin so dankbar", meinte die 22-Jährige. "Es hat so viel Spaß gemacht zu fahren. Es hat mir alles abverlangt."

Truppe: "Nehme ich dankbar"

Mit Katharina Truppe, die Siebente wurde, landete eine zweite Österreicherin in den Top Ten. "Den siebenten nehme ich heute sehr dankbar an. Ich bin froh, dass es doch wieder geht", zeigte sich die Kärntnerin zufrieden.

Auch Chiara Mair (15.), Franziska Gritsch (20.) und Michaela Dygruber (26.) holten Weltcup-Punkte. Katharina Huber rutschte im ersten Durchgang nach der ersten Zwischenzeit aus, Katharina Gallhuber verpasste mit einem total verhauten Lauf um zwei Zehntelsekunden den zweiten Abschnitt.

Vlhova im 1. Lauf überragend

Die Basis für ihren elften Weltcup-Sieg legte Vlhova mit einem fehlerfreien ersten Lauf mit Startnummer eins, an der sich alle Konkurrentinnen die Zähne ausbissen.

Auch Shiffrin, die sich im oberen Teil der kompakten, harten Piste einen Patzer leistete, den sie nicht mehr wettmachen konnte. 1,16 Sekunden betrug der Rückstand der Weltcup-Gesamtführenden zur Pause. Die Halbzeit-Dritte Wendy Holdener aus der Schweiz lag schon 1,81 zurück, die viertplatzierte Liensberger 1,99.

Im Finale gelang Shiffrin, die im Zielraum sofort von ihren Eltern Aufmunterung erhielt, keine Aufholjagd mehr. Obwohl sie angriff, nahm ihr Vlhova noch 15 Hundertstel ab. Die 24-jährige US-Amerikanerin hatte 2013, 2015, 2018 und 2019 in Zagreb gewonnen - mit einem durchschnittlichen Vorsprung von 1,43 Sekunden. Vier Siege waren sonst nur noch Marlies Raich (Schild) auf dem Sljeme gelungen.

Vlhova beendet Shiffrin-Serie

"Ich erwarte nie, zu gewinnen. Ich muss immer auf den Punkt alles richtig machen", gab sich Shiffrin als faire Verliererin. "Heute war sie einfach zu stark", fügte sie hinzu. "Endlich habe ich beide Läufe wirklich perfekt hingebracht", freute sich dagegen Vlhova.

"Ich habe gewusst, dass Miki wirklich schnell war. Ich musste also voll riskieren." Das gelang der 24-Jährigen auch, die mit lauten "Petra, Petra"-Sprechchören im Ziel bejubelt wurde.

Damit beendet sie den Erfolgslauf von Shiffrin: Die US-Amerikanerin hat seit Flachu im Jänner 2019 alle Slaloms gewonnen. Damals hieß die Siegerin übrigens auch Vlhova.

Lob gab es nicht das erste Mal in Zagreb für die Piste. "Eigentlich perfekt", meinte Shiffrin nach dem ersten Durchgang. "Super beieinander", sagte Liensberger. "Sie ist sehr eisig, trotzdem ist ein bisschen ein Grießschnee drauf, der durchs Rutschen aber rausgegangen ist." Die Temperatur lag gegen Mittag fast bei zehn Grad.

Katharina Liensberger: "Es ist großartig. Es hat so viel spaß gemacht zu fahren. Man musste so ans Limit gehen. Ich habe gewusst, ich muss bis zum Schluss durchziehen. Es ist ein Gesamtpaket aus allem - es gehören so viele Faktoren zum Skisport dazu. Man mus jedes Detail ausreizen. Es heißt weiterarbeiten. Gratulation an Petra und Mikaela. Ich würdige die Leistung von Petra und Mikaela. Sie haben heute gezeigt, was noch möglich ist. Da heißt es für mich weiterarbeiten."

Katharina Truppe: "Ich hab oben den Weg vielleicht ein bisschen übersehen. Ein kleines Hoppala, aber ist gut gegangen und deshalb nehme ich den 7. Rang gerne. Die Steilhänge waren beide gut, das Flache noch ausbaufähig. Nach den letzten beiden Slaloms bin ich mit dem Ergebnis heute sehr zufrieden. Die zwei vorne sind eine eigene Welt. Es ist schon etwas bitter, die beiden vorne vernichten uns gerade. Aber wir müssen weiterarbeiten."

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Textquelle: © LAOLA1.at

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