Shiffrin im Courchevel-RTL eine Klasse für sich

Shiffrin im Courchevel-RTL eine Klasse für sich Foto: © GEPA
 

Mikaela Shiffrin ist zum Auftakt des Riesentorlauf-Doubles in Courchevel nicht zu stoppen.

Beim ersten von zwei Rennen am Dienstag krönt sich die US-Amerikanerin zur souveränen Siegerin und lässt der Konkurrenz inklusive der ÖSV-Damen keine Chance.

Shiffrin baut ihren ohnehin schon großen Vorsprung von 0,74 Sekunden aus dem ersten Durchgang im zweiten Lauf bei schwierigen Pistenverhältnissen aus und gewinnt schlussendlich mit 0,86 Sekunden Vorsprung auf Sara Hector (SWE) und 1,08 auf Michelle Gisin (SUI). Die Top 5 komplettieren Petra Vlhova (SVK/+1,44) und Tessa Worley (FRA/+1,86).

Shiffrin fährt damit den bereits vierten RTL-Sieg in Courchevel und den sechsten insgesamt im Luxus-Skiort ein. In keinem anderen Weltcup-Ort ist die 26-Jährige so erfolgreich wie in Courchevel. Shiffrin übernimmt auch wieder die Führung im Gesamtweltcup vor Sofia Goggia, die ausscheidet.

Ramona Siebenhofer und Katharina Truppe retten die rot-weiß-rote Ehre. Ein Riesen-Fehler kostet Ramona Siebenhofer, Neunte nach dem ersten Durchgang, eine absolute Top-Zeit, trotzdem landet sie am Ende auf dem zufriedenstellenden 8. Platz. Katharina Truppe verbessert sich noch vom 13. auf den 11. Platz. Stephanie Brunner als 14. und Ricarda Haaser als 26. runden das ÖSV-Ergebnis ab. Katharina Huber, mit Startnummer 53 noch in den 2. Durchgang gerutscht, scheidet im zweiten Lauf aus.

In Courchevel nicht mit dabei sind Katharina Liensberger, Lara Gut-Behrami und Alice Robinson, alle drei wurden positiv auf das Coronavirus getestet.

Ergebnis RTL in Courchevel >>>

Shiffrin legt Grundstein für Sieg im 1. Durchgang

Shiffrin legte die Grundlage für ihren 72. Weltcupsieg schon im ersten und von ÖSV-Coach Stefan Kornberger ausgeflaggten Kurs mit guter Startnummer und einer aggressiven Fahrt. 0,74 Sekunden Vorsprung (auf die Schweizerin Gisin) waren schon seit einigen Jahre im GS nicht mehr zu sehen gewesen. Nur Gisin hatte nach Lauf eins weniger als eine Sekunde Rückstand auf Shiffrin.

Letztlich ließ die US-Olympiasiegerin in der Entscheidung auch als 30. und letzte Starterin trotz bereits ramponierter Piste nichts mehr anbrennen. Sie hatte in der Entscheidung schon 1,53 Sekunden Vorsprung, fuhr das Rennen dann aber dosiert zu Ende. Shiffrin hat im Olympia-Winter zuvor schon den Sölden-RTL sowie den Heim-Slalom in Killington gewonnen. Der Riesentorlauf dort war wegen Windes abgebrochen worden und wird am Mittwoch in Courchevel nachgeholt.

Shiffrin war nach zwei italienischen Erfolgen - 2019 Federica Brignone bzw. im Vorjahr auch die diesmal schon in Lauf eins ausgeschiedene Marta Bassino - vor einem Jahr hier ihr erster Sieg nach dem Tod ihres Vaters Jeff gelungen und ist nun natürlich auch am Mittwoch wieder Topfavoritin. Shiffrin ist und bleibt Rekordsiegerin im französischen Luxus-Resort, wo sie nun bereits sechs Weltcuprennen gewonnen hat. In keinem anderen Ort ist die 26-Jährige so erfolgreich wie in Courchevel.

Weil die Halbzeit-Zehnte Sofia Goggia im zweiten Durchgang ausschied, führt Shiffrin wie Odermatt, der am Vortag in Alta Badia mit über einer Sekunde Vorsprung im Riesentorlauf gewonnen hatte, nun auch in der Weltcup-Gesamtwertung. Goggia verlor damit nach sieben erfolgreichen Speed-Rennen in Folge gleich im ersten Rennen eines bis zum Flachau-Slalom am 11. Jänner reichenden Blocks von gleich acht Technik-Events in Serie ihre Gesamtführung.

Nachdem Liensberger wie Lara Gut-Behrami und Alice Robinson wegen eines positiven Corona-Tests die Frankreich-Rennen auslassen muss, kamen fünf Österreicherinnen in die 30er-Entscheidung. Darunter Siebenhofer, Brunner und Katharina Truppe in den Top 15. Die ins Team zurückgekehrte Franziska Gritsch verpasste hingegen das Finale als 32. um vier Hundertstel. Katharina Huber, die das trotz hoher Nummer 53 als 27. geschafft hatte, schied im zweiten Lauf aus.

Brunner fiel nach einer kämpferischen aber mehrfach fehlerhaften Fahrt auf Platz 14 und damit auch hinter Landsfrau Truppe (11.) zurück. Etwas "besser" lief es für Siebenhofer. Die Steirerin war als Halbzeit-Neunte in der Entscheidung lange souverän und angesichts der großen Zeitabstände womöglich sogar Richtung Podium unterwegs. Dann übersah sie aber einen Schlag in der Piste und verspielte nach ihrem Fehler mit nur 18. Laufzeit alle Chancen auf eine deutlichere Verbesserung.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

KOMMENTARE..