Siebenhofer am Gröden-Podest - starkes ÖSV-Team

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Österreichs Abfahrerinnen überzeugen bei der Premiere auf der Saslong in Gröden mannschaftlich.

Angeführt wird das starke ÖSV-Team von Ramona Siebenhofer. Die Steirerin belegt mit 0,51 Sekunden Rückstand Rang 3 - ihr 2. Podestplatz im Weltcup.

Den Sieg sichert sich Ilka Stuhec vor Nicol Delago (ITA/+0,14). Für die Slowenin ist es der Comebacksieg nach einjähriger Verletzungspause.

Mit Mirjam Puchner (6.), Stephanie Venier (7.) und Nicole Schmidhofer (10.) landen drei weitere Österreicherinnen in den Top 10.

Schmidhofer verteidigte ihre Führung im Abfahrts-Weltcup damit souverän. Nadine Fest (12.), Ricarda Haaser (13.), Tamara Tippler (16.) und Christina Ager (22.) punkteten ebenfalls. Anna Veith fiel nach einem schweren Fehler letztlich auf Rang 33 zurück. Nina Ortlieb blieb bei einem Sturz unverletzt.

Ergebnis der Weltcup-Abfahrt in Gröden>>>

Im Rennen die beste Fahrt

"Ich habe abgeschwungen und war irrsinnig zufrieden, weil ich alles sehr gut erwischt habe meines Erachtens", erklärte Siebenhofer. "Es hat mich gefreut, dass es einmal funktioniert hat, dass im Rennen die beste Fahrt war. Die Ilka und die Nicol waren heute noch besser, aber ich freue mich auch über Platz drei."

Ihr bisher einziger Podestplatz war der dritte Rang in der Abfahrt von Lake Louise am 4. Dezember 2015 gewesen.

Stuhec: "Eine Überraschung"

Stuhec stand die Freude ebenfalls deutlich ins Gesicht geschrieben. "Es ist ein bisschen eine Überraschung, es waren doch Passagen, die ich nicht optimal gefahren bin. Aber insgesamt hatte ich das Gefühl, dass ich schneller war als im Training am Vormittag", sagte die 28-Jährige nach ihrem achten Weltcup-Sieg.

Schmerzen habe sie keine mehr: "Dem Knie geht es ausgezeichnet."

Delago jubelt auf ihrer "Haus-Piste"

Delago ist schon als Kind auf der Piste Saslong auf Skiern unterwegs gewesen. "Durch Tore bin ich zwar nie gefahren, aber frei schon. Es ist die Piste neben meinem Haus. Ich glaube, mit fünf Jahren bin ich zum ersten Mal hier gefahren", berichtete sie.

Bei den Herren-Rennen in Gröden hatten die Lokalgrößen Peter Runggaldier und Werner Perathoner nie einen Spitzenplatz erreicht - Delago schaffte das schon beim ersten Rennen. "Ich denke, es geht nicht besser", freute sich die 22-Jährige.

Puchner meldet sich zurück

Puchner war zuletzt 2016 in einer Lake-Louise-Abfahrt Sechste gewesen. Danach kamen ein Schien- und Wadenbeinbruch bei der WM 2017 und ein langer Weg zurück. "Eine brutale Erleichterung", meinte die Salzburgerin im Ziel. "Vorher sind mir fast schon ein bisschen die Tränen gekommen."

Für Venier war ihr eher mäßiger Start ausschlaggebend. "Ich habe da oben schon vier Zehntel bekommen, das machst du beim Fahren nie wieder gut", analysierte die Tirolerin. "Die Starter-Queen und Gleiter-Queen war ich noch nie."

Schmidinger ärgert sich über Fehler

Schmidinger freute sich über das weiterhin ihr zustehende Rote Trikot, ärgerte sich aber über einen Fehler im unteren Teil, der "sechs Zehntel" gekostet habe.

"Der Sprung war bei mir wirklich sehr wenig weit, da habe ich mir schon gedacht, jetzt habe ich das Tempo leider nicht mitgenommen", sagte die Steirerin, die die ersten beiden Abfahrten in diesem Winter in Lake Louise gewonnen hatte. Nachher klagte sie über Schmerzen in der linken Zehe als "Andenken".

Veith fand sich auf der verkürzten Saslong-Strecke von Anfang an nicht zurecht. "Ich habe mir vorgenommen, da, wo es zum Kurven fahren ist, das Letzte rauszuholen. Das war an der Stelle einfach das Alzerl zu viel. Aber wenn ich es nicht probiere, fahre ich wieder um den 28. Platz", meinte die zweifache Gesamtweltcup-Siegerin.

Stimmen zur Abfahrt

Ilka Stuhec: "Ich kann es fast nicht glauben. Bei den ersten Rennen wollte ich es erzwingen, das war ein großer Rucksack für mich - da habe ich mir Druck gemacht. Ich habe mir jetzt gedacht: Ich muss das alles wegschieben und genießen. Und es hat gereicht. Eine Verletzung passiert leider viel zu oft im Ski-Weltcup. Der Weg zurück war lange, wieder in den Rhythmus zu finden ist nicht so einfach. Ich finde die Strecke so okay - man muss auf alle Damen schauen."

Nicol Delago: "Es ist unglaublich. Ich war schon so glücklich als ich gehört habe, dass da ein Rennen auf meiner Heimpiste stattfindet. Und dass es dann heute so aufgeht, ist ein Wahnsinn. Ich hab keine Worte dafür. Dass das auf meiner Heimpiste möglich ist, ist unglaublich."

Stephanie Venier: "Oben habe ich zu viele Fehler eingebaut, da habe ich schon acht Zehntel picken gehabt. Unten runter, wo es technisch schwieriger war, ist es gut gegangen. Ich finde die Strecke cool. Aber vielleicht könnten wir noch etwas weiter oben starten, damit der Startteil nicht so flach ist."

Mirjam Puchner: "Die Piste war absolut top, das hat man schon gewusst. Es war ein guter Lauf von mir. Es war eine brutale Erleichterung im Ziel. Der Saisonstart war schwer, ich habe gewusst, ich muss geduldig bleiben."

Nicole Schmidhofer: "Ich war auf der Ciaslat einfach hinten nach, dann hat es mich reingedrückt - aber das Knie hält. Ich konnte aber dann leider den Speed nicht so mitnehmen wie in den Trainings. Leider habe ich dort Zeit liegen gelassen. Und wie der "Asso" gesagt hat: Springt's gscheit, sonst tut die Zehe weh. Und mir tut jetzt die Zehe weh..."

Nadine Fest: "Es ist eine riesengroße Erleichterung. Ich habe mich in den Super-G der saison schon sehr schwer getan. Dass ich es heute nach dem Training so hinbekommen, ist schön. Ich war ziemlich gechillt am Start, habe mir nur gedacht: Mach das, was du kannst."

Textquelle: © LAOLA1/APA

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