Erster Saisonsieg für ÖSV-Damen in Lake Louise

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Der Bann ist gebrochen: Österreichs Ski-Damen dürfen in Lake Louise über den ersten Saisonsieg jubeln.

Nicole Schmidhofer gewinnt die zweite Abfahrt in Lake Louise. Die Steirerin setzt sich vor Gesamtweltcupsiegerin Mikaela Shiffrin (USA) und Francesca Marsaglia (ITA) durch. Im oberen Teil liegt Schmidhofer zurück, aber im Steilhang holt sie sich den entscheidenden Vorsprung für ihren 4. Weltcupsieg.

Als zweitbeste Österreicherin belegt Tamara Tippler Rang 8. Stephanie Venier, am Freitag Dritte, kommt bereits im oberen Teil zu Sturz. Die Tirolerin bleibt beim wild aussehenden Abflug zum Glück unverletzt.

Ergebnis der 2. Abfahrt in Lake Louise>>>

1. Saisonsieg im 6. Rennen

Auch die zweite Abfahrt ging wegen Arbeiten an der Piste verspätet in Szene, dafür im Gegensatz zum Freitag aber vom Originalstart und damit über die volle Länge.

Im Vergleich zum Vortag, als sie verärgerte Siebente geworden war, wurde Abfahrts-Weltcupsiegerin Schmidhofer diesmal im Lauf ihrer Fahrt immer schneller und sicherte nach allerdings längerem Bangen den ÖSV-Damen im sechsten Rennen den ersten Saisonsieg. Es war für Österreichs Speed-Damen der insgesamt 14. in Lake Louise.

Zweitbeste Österreicherin wurde Tamara Tippler auf Platz acht. Die Vortages-Dritte Stephanie Venier stürzte nach einem missglückten Sprung heftig in eine Sicherheitsplane am Streckenrand, konnte danach aber selbst ins Ziel fahren.

Langes Zittern für Schmidhofer

Schmidhofer hingegen machte diesmal neuerlich mit Startnummer 9 sowie bei um zehn Grad gestiegenen Temperaturen auf der Highspeed-Strecke in den kanadischen Rocky Mountains alles richtig.

Trotzdem musste sie um ihren neuerlichen Triumph in Kanada lange zittern. Denn immer wieder rissen die Wolken auf und sorgten für bessere Sichtverhältnisse auf der Strecke, so auch bei Shiffrin.

Die Amerikanerin führte auch lange das Rennen an und ließ erst ganz zum Schluss Zeit liegen. Ihren zweiten Abfahrtssieg verpasste die Technik-Spezialistin und dreifache Weltcup-Gesamtsiegerin dann nur knapp.

Schmidhofer: "Gezeigt, wie schnell ich sein kann"

"Heute habe ich unten raus gezeigt, wie schnell ich sein kann. Auch gesprungen bin ich besser", sagte Schmidhofer und gestand, dass ihr am Ende bei der mit Nummer 22 fahrenden Marsaglia noch einmal richtig bang geworden sei. "Sie ist immer schneller geworden. Da habe ich gedacht, das darf ja nicht wahr sein."

Sie sei schon sehr angespannt gewesen, gab Schmidhofer auch zu. "Ich habe mir gedacht, nütze wenigstens deine zweite Chance", sagte die Steirerin, die dieses Jahr eine Donald-Duck-Figur als Glücksbringer ihrer Mutter benützt.

Donald soll auch am Sonntag im Super-G Glück bringen. "Mein Skifahren stimmt mich sehr positiv. Ich muss es besser machen als letztes Jahr, da war ich Sonntag schon müde."

"Ich bin superhappy", sagte Shiffrin. "Es war viel besser als gestern. Leider habe ich am Ende etwas den Speed verloren", erklärte die Amerikanerin, die diesen Winter auch mit der Abfahrtskugel liebäugelt.

Textquelle: © LAOLA1/APA Zum Seitenanfang »

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