Nächste Absage! Kein Rennen in Sotschi

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Russland war für die Ski-Damen keine Reise wert.

Nach dem Super-G am Samstag muss auch der zweite, für Sonntag geplante Super-G in Sotschi abgesagt werden.

Zwar spielt das Wetter am Sonntag mit, jedoch konnte die an vielen Stellen zu weiche Piste in Rosa Khutor nach den heftigen Schneefällen der letzten Tage nicht rennfertig gemacht werden.

"Der Schneefall hat zu spät aufgehört", sagt die Sprecherin des Russischen Skiverbandes, Olga Laeva, gegenüber AFP.

"Wir haben es nicht mehr geschafft, die Spur komplett freizumachen. Der Untergrund ist jetzt zu weich und für ein Rennen ungeeignet. Wir haben keine andere Wahl, als die Wettkämpfe abzusagen, weil wir nicht genügend Zeit haben, um die Strecke zu präparieren", fügt sie hinzu.

"Ein schöner Tag zum Skifahren"

"Es wäre ein schöner Tag zum Skifahren. Ich würde selbst am liebsten hinauffahren. Aber Skifahren und ein Rennen mit über 100 k/h sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe", sagt FIS-Renndirektor Atle Skaardal.

Schuldzuweisungen gab es von seiner Seite keine. "Man hatte hier genug Maschinen und Manpower und hat bis zum Schluss alles menschenmögliche gemacht. Die Natur war diesmal stärker. Sie hätten nichts anders machen können. Alle Statistiken sagen, dass es einfach nur Pech war", so Skaardal.

Dauer-Schneefall als Problem

"Wir haben seit Dienstag eineinhalb Meter Schnee bekommen", erklärt Skaardal im ORF.

Das Wetter hätte keine Pause geboten, um eine Rennpiste zu präparieren. "Es hat ständig geschneit, bis jetzt war es unmöglich, ein Zeitfenster zu haben. Man braucht nach der Präparation ein paar Stunden ohne Schneefall, damit die Piste in Rennzustände kommen kann. Es ist bitter, denn morgen würde es gehen", so der Norweger.

"Wir haben aber bis zum Ende gekämpft - das muss man schon anerkennen. Es kommt auch dazu, dass wir es mit Lawinengefahr zu tun hatten."

Ungewöhnliche Situation

OK-Chef Wolfgang Mitter erklärt, dass die Wetterlage in der letzten Woche untypisch gewesen sei. "Ich habe mit Einheimischen gesprochen. Dass es eine Woche lang durchschneit, ist absolut ungewöhnlich."

Große Neuschneemengen in kurzer Zeit seien für das Gebiet um Rosa Khutor hingegen nicht außergewöhnlich: "Das wäre mit dieser erfahrenen Mannschaft auch machbar gewesen. Das Hauptproblem auf der Piste ist, dass es für die Rennläuferinnen zu gefährlich wäre. Wir haben zwar in der Nacht gearbeitet, auch mit Wasser versucht. Aber es gab einige Stellen, die einfach zu gefährlich gewesen wären."

Shiffrin bleibt Weltcup-Führende

Weltmeisterin Mikaela Shiffrin, die nicht nach Russland gereist war, führt den Super-G-Weltcup aktuell mit 300 Punkten vor Tina Weirather (268), Nicole Schmidhofer (253) und Ragnhild Mowinckel (247) an.

Die US-Amerikanerin wird damit wohl ihr Renn-Programm beim Finale umstellen. Denn ursprünglich sah der Plan nur Einsätze in Riesentorlauf und Slalom vor. Mit der nun unerwarteten Chancen auf eine weitere Kristallkugel erscheint ein Einsatz nur logisch.

Nächste und vorletzte Weltcup-Station der Damen vor dem Finale ist am kommenden Wochenende Spindlermühle, wo ein RTL und Slalom auf dem Programm stehen.

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Textquelle: © LAOLA1.at

Shiffrin nach 3. Gesamtsieg: "Das war ein Riesenschritt"

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