Darum ist Mikaela Shiffrin so gut

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Gut, besser - Mikaela Shiffrin!

Die US-Amerikanerin dominiert den Ski-Weltcup fast nach Belieben, beim Nachtslalom in Flachau feierte die 22-Jährige ihren zehnten Sieg bei 17 Starts in dieser Saison. Obwohl sie zur Halbzeit "nur" auf Rang zwei lag, stand am Ende wieder ein Riesenvorsprung von fast einer Sekunde auf die Konkurrenz. 

Aber warum ist Mikaela Shiffrin aktuell so viel besser als alle anderen?

"Sie hat den Schwung schon beim Tor komplett erledigt und nimmt vollen Zug mit, während der Rest der Welt nochmals nachdrücken muss. Das ist zwar jeweils nur eine Kleinigkeit, aber bei 50, 60 Toren summiert sich das eben", sagt Bernadette Schild, hinter Shiffrin Zweite in Flachau. "Bei ihr schaut alles so einfach aus."

Dass Shiffrin ein Riesentalent hat, ist unbestritten, dazu kommen Ehrgeiz, Disziplin und hartes Training. "Sie kann eine Linie fahren, die viele andere nicht in der Lage sind zu fahren, weil sie dem Druck und der Fliehkraft, die dadurch entstehen, nicht standhalten können", merkt Marlies Raich (früher Schild) in den "Salzburger Nachrichten" an.

Shiffrin macht nächsten Schritt

"Sie zeigt, was nach oben möglich ist. Dorthin haben wir alle noch sehr viel zu tun", weiß Katharina Liensberger. Selbst Weltklasse-Läuferinnen wie die Schwedin Frida Hansdotter müssen erkennen: "Mikaela fährt momentan in einer eigenen Liga." 

Das stellte Shiffrin beim Nachtslalom in Flachau einmal mehr unter Beweis. Aus 37 Hundertstel Rückstand nach Lauf eins wurden am Ende 94 Hundertstel Vorsprung. Damit hat sich die US-Amerikanerin auch selbst etwas bewiesen: Dass sie Rennen gewinnen kann, wenn sie das Klassement nach dem ersten Durchgang nicht anführt. 

"Ich bin es gewohnt, aus der Führungsposition zu gewinnen. Erstmals habe ich es auch als Jägerin geschafft. Das war ein wichtiges Statement", sprach die Gesamtweltcup-Siegerin des vergangenen Winters von einem Fortschritt.

Das sei auch für die kommenden Olympischen Spiele wichtig gewesen. "Denn dort will ich auf alle Fälle vorbereitet sein. Bei Olympia kann immer alles passieren." 2014 in Sotschi kürte sich Shiffrin zur Slalom-Olympiasiegerin, 2018 ist sie in beiden technischen Disziplinen die große Gold-Favoritin. 

800 Punkte Vorsprung

Shiffrin scheinen aktuell nach oben hin keine Grenzen gesetzt zu sein. Mit gerade einmal 22 Jahren hält sie bei 41 Weltcup-Siegen, womit sie den U23-Rekord von Annemarie Moser-Pröll eingestellt hat.

In der ewigen Bestenliste liegt sie bereits auf Rang sechs, auf die fünftplatzierte Anja Person (SWE) fehlt ihr nur noch ein Sieg. Die Marke von 46 Weltcup-Siegen von Renate Götschl auf Rang vier wird Shiffrin ebenfalls bald erreicht haben, wenn es in dieser Tonart weitergeht.

Eine Frage der Zeit ist auch ein neuer Rekord an Slalom-Siegen. Diesen hält derzeit noch Marlies Raich mit 35, gefolgt von Vreni Schneider mit 34. Shiffrin hält seit Flachau bei insgesamt 30 Erfolgen. Ewige Bestenliste Slalom-Siege>>> 

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Die US-Amerikanerin hat in dieser Saison bereits zehn Rennen gewonnen, nur drei Mal stand sie nicht am Podest. Acht der vergangenen neun Rennen konnte Shiffrin für sich entscheiden, die letzten fünf (alle im Jahr 2018) in Serie. 

Damit hält sie aktuell bei 1.381 Punkten, mit 821 Punkten ist alleine ihr Vorsprung auf Wendy Holdener klar größer als die Gesamtpunkteanzahl der Schweizerin (560). Der vorzeitige Gesamtweltcup-Sieg Shiffrins ist nur noch eine Frage der Zeit.

Bei 1.381 Zählern - das ist mehr als etwa Anna Fenninger bei ihrem Gesamtsien am Ende der Saison 2013/14 (1.371) hatte - und einem Schnitt von 72 Punkten wackelt auch der Gesamt-Punkterekord von Tina Maze (2.414) aus dem Jahr 2013. 

Rekorde interessieren Shiffrin nicht

All diese Rekorde und Bestmarken sind für Shiffrin jedoch nur zweitrangig: "Ich habe keine Ahnung davon, sie sind für mich irrelevant. Solche Dinge machen mich nur nervös."

Am Neujahrstag schrieb sie auf ihrer Facebook-Seite: "Wenn ich einmal keine Skirennen mehr fahre, will ich meine Karriere nicht als eine Nummer von Siegen oder Rekorden betrachten, sondern als eine Serie von unglaublichen Momenten mit all den unglaublichen Menschen und Unterstützern um mich herum, die diese Reise zu so viel mehr gemacht haben als nur Skirennen fahren."

Immer wieder betont die 22-Jährige nach Siegen, dass sie nicht wegen des Ruhms oder Geldes Skirennläuferin geworden ist, sondern weil es ihre Leidenschaft ist. Nicht zuletzt deshalb ist Mikaela Shiffrin so gut in dem, was sie tut.

Textquelle: © LAOLA1.at

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