Venier-Schrecksekunde in Crans Montana

Venier-Schrecksekunde in Crans Montana Foto: © GEPA
 

Österreichs Speed-Damen haben in der ersten von zwei Abfahrten in Crans Montana nichts mit den absoluten Spitzenplätzen zu tun.

Nachdem das Rennen mit Verspätung und aufgrund von zu starkem Wind vom Super-G-Start gestartet wird, fährt Sofia Goggia zu ihrem dritten Abfahrtssieg in Folge und zehnten Weltcupsieg. Die Italienerin setzt sich zwei Zehntel vor Ester Ledecka (CZE) und Breezy Johnson (USA/+0,57) durch.

Beste Österreicherin wird Mirjam Puchner auf Rang acht (+1,07), Tamara Tippler landet auf Platz elf (+1,16), Ricarda Haaser wird 13. (+1,18) und Christine Scheyer 17. (+1,48).

Für eine Schrecksekunde sorgt Stephanie Venier, die bei einem Sprung Rücklage bekommt und spektakulär stürzt. Die Tirolerin kann selbst ins Ziel fahren. Sie hat laut ÖSV-Angaben ein Cut unter der Lippe erlitten, das mit zwei Stichen genäht wurde. Venier verspürt demnach leichte Kopfschmerzen und leichte Schmerzen im rechten Knie, es sei aber alles stabil.

Der Sturz war zunächst vor allem für Veniers Teamkolleginnen ein großer Schockmoment, haben die ÖSV-Damen diesen Winter mit Nicole Schmidhofer und Nina Ortlieb doch bereits zwei Siegfahrerinnen durch Verletzungen verloren. Ob Venier die 2. Abfahrt auslassen wird, entscheidet sich Samstag-Früh.

Goggia macht es wie Vonn

Obwohl die Abfahrt wegen der Tieferverlegung des Starts zu einem 70-Sekunden-Sprint wurde, setzt sich erneut Goggia durch. Die Olympiasiegerin hat nach Platz zwei zum Saisonauftakt in Val d'Isere danach in Val d'Isere II, St. Anton und Crans Montana und damit als erste Italienerin sowie erste Läuferin überhaupt seit Lindsey Vonn 2018 - die Amerikanerin gewann damals zwischen Jänner und März viermal nacheinander - drei Abfahrten in Serie gewonnen. Es war ihr zehnter Weltcupsieg insgesamt.

Goggia führt im Abfahrts-Weltcup damit klar vor Johnson. Tamara Tippler, bisher stärkste ÖSV-Downhillerin, ist in der Disziplinenwertung Fünfte. In Crans belegt die mit Startnummer eins ins Rennen geschickte Zweite von St. Anton mit 1,16 Sekunden Rückstand auf Siegerin Goggia Platz elf.

"Dort wo ich im Training schnell war, war ich das im Rennen nicht", erzählt Tippler im ORF. "Wenn die Sonne kommt, wird es mit jeder Läuferin schneller. Das soll keine Ausrede sein, aber so sind die Fakten", ergänzt die Steirerin. "Mit meiner Fahrerei bin ich grundsätzlich zufrieden."

Am Samstag steht eine zweite Abfahrt in Crans Montana auf dem Programm. Am Sonntag folgt ein Super-G.

Ergebnis der Damen-Abfahrt in Crans Montana am Freitag >>>

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