Shiffrin: "Das war ein Riesenschritt"

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"Ich sitze hier auf meinem Bett und habe das Gefühl, nichts getan zu haben."

Mikaela Shiffrin meldet sich nach ihrem Gesamtweltcup-Sieg, den sie nach der Absage und dem Start-Verzicht ihrer Konkurrentin Petra Vlhova in Sotschi vorzeitig fixierte, via Video zu Wort. Die Nachricht vom Gewinn ihrer dritten großen Kristallkugel erhielt die 23-Jährige beim Training in Tschechien.

"Der Gesamtsieg war einer meiner größten Kindheits-Träume. Dieser jetzt ist aber besonders speziell, weil ein Teil meiner Siege auch im Super-G gekommen ist", freut sich Shiffrin.

Für sie sei immer wichtig gewesen, in möglichst allen Disziplinen siegfähig zu sein, sagt Shiffrin, die im Weltcup 38 Slaloms, 9 Riesentorläufe, 5 Parallelrennen, 3 Super-G und jeweils eine Abfahrt und eine Kombi gewonnen hat. "Aber diese Saison jetzt war wirklich ein Riesenschritt."

Abfahrts-Kugel als Ziel

Die amerikanische Slalom-Spezialistin (sechs Gesamtsiege) hatte am Saisonbeginn in Lake Louise erstmals auch im Super-G gewonnen und ist seitdem die erst siebente Läuferin, die in den Alpin-Disziplinen Abfahrt, Super-G, Riesentorlauf, Slalom und Kombination gesiegt hat. Bei der WM in Aare im Februar hat sie Gold in Super-G und Slalom sowie Bronze im Riesentorlauf geholt.

Sie arbeite nun daran, irgendwann auch die Disziplinen-Wertungen sowohl in Slalom als auch Riesentorlauf, Super-G und Abfahrt zu gewinnen, machte die am 13. März 24 Jahre alt werdende Amerikanerin klar, dass sie in ihrer noch jungen Karriere trotzdem noch viel vor hat.

Nach dem jüngsten Rücktritt ihrer US-Landsfrau Lindsey Vonn (82 Siege) ist davon auszugehen, dass es die bei 57 haltende Shiffrin sein wird, die den Allzeit-Siegrekord des Schweden Ingemar Stenmark (86 Siege) bricht.

"Ich denke, das will niemand sehen"

Shiffrin hat sich nach der Weltmeisterschaft in Aare und dem City Event in Stockholm aktuell zwei Wochenenden Pause vom Weltcup genommen und steigt am kommenden Wochenende in Spindlermühle in Tschechien wieder in den Circuit ein. Dort trifft sie auch wieder auf Vlhova, die am Samstag den Europacup-Riesentorlauf in Jasna gewonnen hat.

Sie könne nach dem neuerlichen Gewinn der Gesamtwertung nun natürlich herumhüpfen und Jubeltänze aufführen, sagt Shiffrin weiters. "Aber ich denke, das will niemand sehen. Es ist alles einfach nur verrückt", meint sie lachend.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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