Das spürt man schon, wenn‘s passt. Es hätte wieder gut ausgeschaut.
"Ich habe mich richtig gut gefühlt, hatte einen guten Flow", beschreibt Scheib. "Dann bin ich bei einem Tor ein bisschen zu knapp dran gewesen. Ich muss es mir nochmal anschauen, ob ich da mit dem Schützer oder mit der Hand hängengeblieben bin."
Im anspruchsvollen Steilhang kann die RTL-Kugel-Gewinnerin des Vorjahres einen Sturz nicht verhindern. Sie schlittert Richtung Sicherheitsnetz und bleibt dort liegen. Nach kurzer Zeit ist Scheib wieder auf den Beinen und fährt selbstständig talwärts.
Dass sie schnell unterwegs war, habe sie gleich nach dem Sturz gemerkt. "Das spürt man schon, wenn‘s passt. Es hätte wieder gut ausgeschaut. Aber das zeigt wieder mal, dass der Skisport ein schmaler Grat ist", sagt Scheib, der die Enttäuschung freilich anzumerken ist.
Sturz wird schnell abgehakt
Scheib, die als eine der Favoritinnen ins Rennen gestartet ist, geht davon aus, dass sie den Ausfall schnell abhaken kann.
"In Copper Mountain hatte ich einen Horrorsturz und es war auch relativ schnell abgehakt", erinnert Scheib an die vergangene Saison, wo sie einen Tag nach besagtem Sturz als Zweite am Podest stand.
"Ich muss den Fehler analysieren, damit das nicht mehr passiert, aber weiter geht's", blickt der ÖSV-Star voraus.
Das nächste Rennen bestreitet Scheib erst Ende November in Killington, wo ein Riesentorlauf auf dem Programm steht.
Bis dahin will sie versuchen, das gute Gefühl aus den ersten Toren in Sölden zu konservieren.
"Ich hatte eine gute Ruhe, die es dann schon auch braucht, und das will ich mitnehmen."