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5 brennende Fragen vor dem Ski-Auftakt

Was ist neu? Was darf man vom ÖSV-Team erwarten? Sehen wir Marcel Hirscher am Start? Das musst du wissen:

5 brennende Fragen vor dem Ski-Auftakt Foto: © GEPA / KI

Ab Samstag werden wieder Hundertstel gejagt. Die Ski-Weltcup-Saison 2026/27 startet in Sölden (die Rennen im LIVE-Ticker).

Insgesamt sind 83 Rennen (40 bei Frauen, 43 bei Männern) geplant. Großes Highlight ist die WM im Februar in Crans Montana in der Schweiz.

Was ist neu? Was darf man vom ÖSV-Team erwarten? Sehen wir Marcel Hirscher am Start?

Das musst du als Ski-Fans vor dem Saison-Start wissen:

Was ist in der Saison 2026/27 neu?

Auch im Vorfeld dieser Saison wurden technische Änderungen eingeführt, die vor allem der Sicherheit der Athlet:innen dienen sollen. Der Carbon-Schützer, der im Vorjahr dank eines Schlupflochs im Reglement noch verwendet werden konnte, ist jetzt endgültig Geschichte. Bei den Frauen sollen im Speed-Bereich durch ein Limit bei Gewicht und Länge der Skier die Geschwindigkeiten reduziert werden.

Neu für die Frauen ist auch die Weltcup-Station zwischen Weihnachten und Silvester: Im oberösterreichischen Gosau finden zwei Technik-Rennen statt. Nicht mehr im Programm ist hingegen St. Anton. Bei den Männern kehrt Saalbach in den Kalender zurück, im WM-Ort von 2025 finden im Februar Speed-Rennen statt.


Sind Shiffrin und Odermatt im Gesamtweltcup unantastbar?

Die zwei Dominatoren der letzten Jahre, Mikaela Shiffrin und Marco Odermatt, sind auch heuer die Favoriten auf die große Kristallkugel. Doch beide sind nicht unantastbar. Odermatt erklärte zuletzt, dass er das Gefühl hat, den Höhepunkt seiner Karriere bereits erreicht zu haben. Die ersten Verfolger heißen wohl Lucas Pinheiro Braathen, Atle Lie McGrath oder Loic Meillard.

Shiffrin stellt diesen Winter unter das Motto "Saison der Erkundung". Die 31-Jährige reduziert das Programm in ihrer Paradedisziplin, dem Slalom, und legt mehr Fokus auf Riesenslalom und Super-G. Das eröffnet der Konkurrenz, allen voran Emma Aicher, neue Chancen. Die Deutsche lag in der Vorsaison in der Endabrechnung nur 87 Punkte hinter Shiffrin.


Was kann man vom ÖSV-Team erwarten?

© GEPA
Julia Scheib holte im Vorjahr Österreichs einzige Kristallkugel

Mit Julia Scheib stellt Ski Austria die beste Riesentorläuferin des vergangenen Winters. Die kleine Kristallkugel der Steirerin war die einzige, die nach Österreich wanderte. Fünf der insgesamt sechs Siege der ÖSV-Frauen in der vergangenen Saison gingen auf Scheibs Konto, sie ist auch in diesem Winter das heißeste ÖSV-Eisen. Die Olympia-Bronzene im Super-G, Conny Hütter, bestreitet ihre Abschieds-Saison und kann befreit drauflosfahren.

Die letzte Saison könnte es auch für Vincent Kriechmayr sein. Der Oberösterreicher ist weiterhin der Leader im Speed-Team, das im Vorjahr vor allem im Super-G aufzeigte, dafür in der Abfahrt über weite Strecken hinterherfuhr. Stefan Eichberger feiert sein Comeback nach Kreuzbandriss.

Der bisherige Allrounder Marco Schwarz hat seine Slalom-Karriere für beendet erklärt und richtet den Fokus auf Riesentorlauf und Super-G - in diesen Disziplinen gewann er im vergangenen Winter je ein Rennen.

Die ÖSV-Benchmark des Vorjahres: Zwölf Siege. Es war die höchste Ausbeute seit dem Rücktritt von Marcel Hirscher 2019.


Wird Marcel Hirscher am Start stehen?

Apropos Hirscher: Der achtfache Gesamtweltcup-Sieger wird in diesem Winter sein Comeback nach dem Kreuzbandriss geben, das ist gewiss. Trotz Saison-Vorbereitung in Südamerika fühlt sich der 37-Jährige für den Auftakt in Sölden allerdings noch nicht bereit. Ein Start im Slalom in Levi (14./15.11.) ist hingegen durchaus realistisch.

Apropos Comeback: Mit Kitzbühel-Sieger Cyprien Sarrazin und Petra Vlhova kehren zwei weitere große Namen auf die Weltcup-Bühne zurück. Aleksander Aamodt Kilde muss hingegen die nächste schwere Verletzung verkraften, er riss sich die Achillessehne.


Muss man sich Sorgen um die FIS machen?

Ja, durchaus. Die FIS befindet sich in mehrerlei Hinsicht in einer "kritischen Phase". Zum einen finanziell. Unter Ex-Präsident Johan Eliasch ist das Eigenkapital des Ski-Weltverbandes um fast 50 Prozent von 81 auf 43 Millionen Franken (46,18 Mio. Euro) gesunken.

Aktuell werden unter dem neuen Präsidenten Alexander Ospelt neue Einnahme-Quellen gesucht. Eine solche könnten jährliche Weltmeisterschaften sein, diese Idee wurde aber zumindest bis 2032 aufgeschoben.

Um Geld zu sparen, wurden bei der FIS Mitarbeiter:innen entlassen. Einer ist von selbst gegangen: Männer-Renndirektor Markus Waldner. Der sympathische Südtiroler soll sich unter anderem für weniger Rennen pro Saison ausgesprochen haben, was innerhalb der FIS keinen Anklang gefunden haben dürfte.

Speed-Chef Hannes Trinkl lehnte das Angebot zur Waldner-Nachfolge ab, denkt stattdessen selbst über einen Abschied von der FIS nach. Es rumort also gewaltig beim Ski-Weltverband.

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