"Bügeleisen!" Misstöne im "Team Vlhova"

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Mit dem Sieg im Gesamtweltcup hat Petra Vlhova Geschichte geschrieben. Als erste Slowakin gewann sie die große Kristallkugel im Ski-Weltcup.

Die Feier-Stimmung im Team Vlhova wird aber durch Aussagen von Trainer Livio Magoni getrübt.

Der Italiener, bekannt für direkte Worte, zieht in einem Interview mit "Corriere della Sera" einen harten Vergleich. Während er seine Landsfrauen Marta Bassino, Sofia Goggia oder Federica Brignone als "Ski-Diamanten" bezeichnet, sagt er er über Vlhova: "Im Vergleich dazu ist Petra ein Bügeleisen." Dabei bezieht er sich auf den kraftvollen Fahrstil der Slowakin.

Der langjährige Erfolgs-Coach von Tina Maze ist überzeugt: "Petra könnte noch viel mehr erreichen."

"Petra erinnert mich an Bergamo"

Er vergleicht die 25-Jährige mit Atalanta Bergamo und sich selbst mit dessen Trainer: "Nennt mich Gasperini des Ski-Sports. Petra, die ich zum Sieg im Gesamtweltcup geführt habe, erinnert mich an Atalanta. Sie kämpft gegen die Top-Nationen."

Im Vergleich zwischen Tina Maze und Vlhova gibt er klar der Slowenin den Vorzug: "Sie ist kompletter."

Als Problem in der Zusammenarbeit sieht Magoni die Familie und Vlhovas Manager. "Das richtige Wort ist da: Ignoranz. Und dagegen kannst du nichts machen. Das Problem ist nicht Petra, aber ihr Umfeld."

Zieht Magoni einen Schlussstrich?

Bei all den kritischen Tönen streicht Magoni dann aber doch auch positive Seiten hervor: "Petra ist sehr stark. Aber sie hat ein Problem: Wenn etwas in ihrem Kopf nicht passt, dann muss man eingreifen. Sonst wirft sie alles weg."

Direkte Worte, die die Frage aufwerfen, ob Magoni die Zusammenarbeit fortsetzen wird. "Ich bin nicht sicher. Dieser Erfolg war ein Meilenstein. Es wäre ein guter Zeitpunkt, um sich zu verabschieden."

Vlhova: "..., dann hätten wir den Gesamtweltcup nie gewonnen"

Gut möglich, dass da Vlhova nach diesem Interview auch so sieht. Die Slowakin meldet sich auf Facebook zu Wort und schreibt: "Die negativen Aussagen meines Trainers haben uns alle in einer Zeit der absoluten Freude getroffen. Ich möchste sie nicht kommentieren, bevor wir miteinander gesprochen und unsere Positionen klargestellt haben."

Zu den Vorwürfen Magonis meint sie: "Jedes Team hat wie eine Familie seine eigenen internen Probleme. Wir waren jedoch immer in der Lage, unsere unterschiedlichen Meinugen zu kontrollieren, um das Team zu stärken."

Und sie betont: "Wenn wir es nicht besser gemacht hätten als unsere Rivalinnen, hätten wir niemals den Gesamtweltcup gewonnen."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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