Schild (un)bewusst zu Rang zwei in Flachau

Aufmacherbild Foto: © GEPA
 

So nahe dran an ihrem ersten Weltcup-Sieg war Bernadette Schild schon lange nicht. Am Ende musste sich die Salzburgerin beim Slalom in Flachau mit Rang zwei hinter Mikaela Shiffrin begnügen, stellte aber ihr bestes Weltcup-Ergebnis ein.

"Ich habe Mika fahren gesehen, es war schon oben ein richtiges Feuerwerk", sagte Schild und erklärte: "Ich habe dann wohl unbewusst beschlossen, zurück zu ziehen und einen sicheren Lauf zu fahren. Ich wollte unbedingt ins Ziel und daheim auf das Stockerl kommen. Ich bin auch mit Platz zwei superhappy."

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Shiffrin: "Das war eine große Show"

Superhappy war naturgemäß auch Shiffrin, die ihren fünften Slalom-Sieg in Folge und ihren insgesamt 41. Weltcup-Sieg feierte.

"Das war eine große Show. Ich habe im ersten Durchgang viel falsch gemacht und bin viel zu sauber gefahren. Im zweiten war ich im Kopf viel besser drauf. Ich habe alles aus dieser Piste herausgeholt", sagte Shiffrin, nachdem sie mit dem 200. Weltcupsieg der US-Damen auch den mit 67.490,66 Euro größten Siegerscheck im Damenweltcup sowie zum dritten Mal den Titel einer "Snow Space Salzburg princess" erobert hatte.

Shiffrin kommt Vorbild Schild nahe

Dass sie die erste Läuferin seit Annemarie Moser-Pröll ist, die vor dem 23. Geburtstag 41 Weltcup-Siege auf dem Konto hat, sei eben so. "Annemarie ist eine Legende. Aber das war eine andere Zeit, man kann es nicht vergleichen."

Die nächste Rekordmarke ist eine ganz heikle, nämlich die 35 Slalomsiege von Marlies Raich, Schilds zurückgetretener Schwester. Shiffrin hält seit Flachau bei 30. "Fünf Siege sind nicht viel. Aber erstens muss man die erst einmal schaffen, außerdem ist Marlies mein Vorbild", verbeugte sie sich vor der im Zielraum anwesenden Österreicherin.

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Truppe hat sich "fast angespieben"

Marlies' kleine Schwester Bernadette Schild führte eine starke ÖSV-Mannschaft beim Heimrennen an. Mit Katharina Truppe (5.), Katharina Liensberger (8.) und Katharina Gallhuber (10.) schafften es drei weitere Athletinnen in die Top Ten.

Truppe fuhr sogar ihr bestes Weltcup-Resultat ein. "Ich habe mich am Start fast angespieben, weil ich so nervös war. Jetzt fällt mir eine Riesen-Last von den Schultern - endlich wieder ein Top-Ergebnis", sagte die Kärntnerin. Olympia kann nun kommen. "Aber das ist für mich noch ganz weit weg."

"Unglaublich. Ich hoffe, ich kann das noch oft erleben", sagte Liensberger, die im ersten Durchgang noch schwer gepatzt hatte und dann mit zweitbester Laufzeit hinter Shiffrin glänzte. Auch Gallhuber gab sich bemerkenswert selbstkritisch. "Ich habe den Ski nicht auf Zug gebracht, das kann ich besser", meinte die Niederösterreicherin.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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