RTL-Abbruch! Siebenhofer über Jury "verwundert"

RTL-Abbruch! Siebenhofer über Jury Foto: © getty
 

Der Wind ist der einzige Gewinner beim Riesentorlauf in Killington.

Der 2. Saison-RTL der Damen wird nach verspätetem Start nach neun Läuferinnen abgebrochen. Die Entscheidung, das Rennen überhaupt zu starten, sorgt für Diskussionen.

Siebenhofer: "Es ist nicht fahrbar"

"Ich war echt verwundert, wie da freigegeben wurde", schüttelt Ramona Siebenhofer im ORF-Interview den Kopf. Die Steirerin war als letzte Läuferin vor der Unterbrechung, die zum Abbruch wurde, auf der Piste.

Schon bei der Besichtigung war für sie klar: "Es ist nicht fahrbar. Es hat sich eigentlich nichts geändert. Wozu wir eine halbe Stunde gewartet haben, weiß ich nicht... Man sieht es eh: Ich denke, dass wir von fairen Verhältnissen weit weg sind."

Die Bedingungen seien nicht fair gewesen: "Ich kann nur von meiner Fahrt reden: Es waren ein paar Tore dabei, die ich nicht gut erwischt habe. Aber dann waren auch Tore dabei, wo ich nicht mal gesehen habe, wo das Tor drin steckt. Für mich ist das sehr fraglich."

"Von Fairness ist man schon ein bisserl weit weg"

Unterstützung erhält sie bei der Kritik von Wolfgang Maier: "Für mich ist es nicht ganz okay, dass man das Rennen fährt. Man muss es nicht schwieriger machen, wie es ist. Aber die Wind-Böen sind so ungleich und die Bodensicht ist so schwierig", so der DSV-Sportdirektor kurz vor dem offiziellen Abbruch.

Man habe zwar eine relativ einfachen Kurs gesetzt, um das Rennen durchführen zu können: "Aber von der Fairness ist es schon ein bisserl weit weg. Es sind teilweise Tore, wo man gar nichts am Boden sieht. Und das ist immer ein Problem."

Für den Versuch, das Rennen bei widrigen Bedingungen zu starten, zeigt der Deutsche dann doch ein gewisses Verständnis: "Es ist immer eine schwierige Situation. Man muss das Gesamtbild kennen. Man hatte hier letztes Jahr kein Rennen, jetzt ist man wieder hier. Man will hier performen. Killington ist bekannt, dass sehr viele Zuschauer kommen. The show must go on..."

Shiffrin diplomatisch

Diplomatisch gibt sich Mikaela Shiffrin, die zum Zeitpunkt des Abbruchs abgeschlagen am Ende des Feldes lag.

"Es ist mein Heimrennen, ich liebe es hier zu fahren", so die Lokalmatadorin "Aber es ist heute sehr windig. Ich denke nicht, dass es gefährlich ist. Es ist ein harter Kampf mit dem Wind. Und es ist die Frage, wer wo den Wind wie erwischt."

Als Ausrede für ihre Leistung nimmt sie den Wind nicht: "Mein Skifahren ist einfach nicht auf dem Nivau, mein Lauf war nicht gut." Schlussendlich sei es ein Freiluftsport. Die vierfache Killington-Siegerin schickt dann noch einen Dank an die Veranstalter und die vielen Pistenarbeiter: "Ich bin dankbar, dass alle hier in Killington so hart gearbeitet haben, um hier die Rennen zu ermöglichen."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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