Diese WM-Tickets sind beim ÖSV noch zu haben

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Während die Damen bereits in der WM-Vorbereitung stecken, stehen bei den Herren am Freitag und Samstag noch zwei Speed-Rennen in Garmisch-Partenkirchen an. In Super-G und Abfahrt hat der eine oder andere noch die Möglichkeit, sich für die Titelkämpfe in der Provinz Belluno in Venetien zu empfehlen.

Denn noch sind im ÖSV nicht alle Tickets für das Saison-Highlight vergeben. 24 Athleten dürfen nominiert werden, maximal 14 pro Geschlecht. Zusätzliche Startplätze für Titelverteidiger fallen dieses Jahr weg, weil Hirscher – der einzige rot-weiß-rote Weltmeister von 2019 in Aare – bekanntlich seine Karriere beendet hat.

Bei WM-Nominierungen ist nicht die Ausgeglichenheit unter den Geschlechtern primär entscheidend, sondern schlichtweg die Leistung und Erfolgschance.

Eine Quote von 12:12 kann sich ÖSV-Herren-Cheftrainer Puelacher nicht vorstellen. "Damit bin ich nicht einverstanden. Wir haben das schon ein bisserl durchgespielt, ich brauche sicher mehr Plätze, damit wir bei der WM aus dem Vollen schöpfen können. Und vor allem haben wir Leute, die unter die zehn, unter die fünf fahren und Podestfahrer sind."

Bei den Damen, die erst zum dritten Mal nach 1987 und 1989 ohne einen einzigen Saison-Sieg zur WM reisen, haben es im laufenden Weltcup-Winter bisher nur Katharina Liensberger und Tamara Tippler auf das Podest geschafft.

Bei den Herren schafften unter anderem als Sieger Marco Schwarz, Vincent Kriechmayr, Matthias Mayer und Manuel Feller sowie Otmar Striedinger und Christian Walder den Sprung auf das Podium der ersten Drei.

Diese WM-Tickets sind im ÖSV-Team noch zu haben - die Kandidaten:

HERREN

Super-G:

Im Speed-Bereich sind Kitzbühel-Sieger und Super-G-Leader Vincent Kriechmayr und Matthias Mayer Fixstarter. Auch Christian Walder nach Platz drei in Val d'Isere und zuletzt Rang fünf in Kitzbühel hat seinen Platz sicher. Um das letzte Ticket im vierköpfigen Super-G-Aufgebot ringen wohl Max Franz, Stefan Babinsky und Daniel Hemetsberger. Babinsky hat sich mit Rang sieben in Kitzbühel empfohlen.

Abfahrt:

Wie im Super-G sind auch in der Abfahrt Bormio-Sieger Mayer und Kriechmayr gesetzt, selbiges gilt für Otmar Striedinger, der beim Saison-Auftakt in Val d'Isere als Zweiter auf das Podest fuhr. Die besten Chancen auf den vierten Startplatz hat Max Franz, auch Walder und Hemetsberger wären Alternativen. Für Daniel Danklmaier ist der WM-Zug ebenfalls noch nicht endgültig abgefahren. Die finale Entscheidung fällt nach der sechsten von acht Saison-Abfahrten am Samstag in Garmisch.

Riesentorlauf:

In der "Problem-Disziplin" ist die Auswahl an Kandidaten, die um Spitzenplätze mitfahren können, klein. Die beiden RTL-Spezialisten Roland Leitinger und Stefan Brennsteiner, die jeweils einen achten Platz als bestes Saison-Ergebnis zu Buche stehen haben, sind gesetzt. Die beiden weiteren Plätze werden an Marco Schwarz und Manuel Feller, sofern sein Rücken mitspielt, gehen. Vielleicht ist auch Matthias Mayer noch eine Option für den "Riesen".

Slalom:

Im Slalom hat der ÖSV die Qual der Wahl. Fix gesetzt für den Abschluss-Bewerb der WM (Sonntag, 21.2.) sind die Saison-Sieger Marco Schwarz und Manuel Feller, auch Michael Matt hat sein Ticket in der Tasche. Der vierte Platz wird an Adrian Pertl oder Fabio Gstrein gehen. Es ist davon auszugehen, dass beide im ÖSV-Kader stehen, weil sich auch für das Parallel-Rennen und den Teambewerb ein Thema sind.

Kombination:

In der Kombination gilt es ein Team zu nominieren, ohne dass in dieser Saison ein Weltcup-Rennen in dieser Disziplin absolviert wurde. Als Fix-Starter ist Marco Schwarz vorgesehen, der bereits angekündigt hat, im Hinblick auf die WM einige Trainingstage auf den langen Latten einzulegen. Auch Matthias Mayer, der im Vorjahr sensationell die Kombination in Wengen gewann, und Vincent Kriechmayr dürften die Kombination in Angriff nehmen. Auch der vierte Platz wird wohl an einen Athleten aus der Speed-Fraktion gehen, Daniel Danklmaier und Stefan Babinsky sind Optionen.

Parallel-Event:

In der neuen WM-Disziplin drängen sich auf den ersten Blick nur zwei Athleten auf: Adrian Pertl sollte nach Platz vier im einzigen Parallel-Bewerb in dieser Saison in Lech gesetzt sein, auch Marco Schwarz hat in der Vergangenheit bewiesen, dass ihm das Duell Mann gegen Mann liegt. Die weiteren Kandidaten wären Manuel Feller, Michael Matt, Fabio Gstrein oder Roland Leitinger.

DAMEN

Super-G:

Im Super-G darf sich Österreich Medaillen-Chancen ausrechnen, Tamara Tippler sorgte in dieser Saison für zwei Podestplätze, unter anderem bei der WM-Generalprobe in Garmisch. Auch Christine Scheyer bewies zuletzt mit zwei fünften Pläzten aufsteigende Form, wenngleich sie in Garmisch mit Knieproblemen kämpfte. Neben dem Duo dürfte auch Ricarda Haaser gute Chancen haben, um den vierten Platz matchen sich wohl Ariane Rädler und Mirjam Puchner. Stephanie Venier hat zwar einen neunten Platz in St. Anton zu Buche stehen, verpatzte die letzten drei Rennen aber völlig.

Abfahrt:

Mit Nicole Schmidhofer und Nina Ortlieb fehlen den ÖSV-Damen zwei Top-Athletinnen, Tippler schaffte es als einzige Österreicherin mit Rang zwei in St. Anton auf das Podest. Die zweitbeste ÖSV-Abfahrerin in dieser Saison ist Mirjam Puchner, auch Siebenhofer, Haaser und Scheyer dürfen sich Chancen ausrechnen. Venier - vor vier Jahren Abfahrts-Vizeweltmeisterin - hat einen elften und zwölften Platz als beste Saison-Ergebnisse stehen.

Riesentorlauf:

Drei Plätze scheinen fix: Katharina Liensberger, Ramona Siebenhofer und Stephanie Brunner sind im RTL-Weltcup die drei bestplatzierten Österreicherinnen. Der vierte Platz wird wohl zwischen Katharina Truppe und Ricarda Haaser vergeben. Die Tirolerin liegt zwar im Weltcup hinter Truppe, kann aber im Gegensatz zur Kärntnerin zwei Top-Ten-Plätze vorweisen.

Slalom:

Die stärkste Disziplin der ÖSV-Damen. Das Team stellt sich aufgrund der Leistung selbst auf. Katharina Liensberger ist als konstante Podest-Fahrerin gesetzt. Dazu kommen mit Chiara Mair und Katharina Truppe die Sechste und Siebente des Slalom-Weltcups. Katharina Huber wäre Nummer vier, außer sie findet aufgrund der Quotenverteilung zwischen Herren und Damen als Slalom-Spezialistin keinen Platz im Kader. Dann wäre Gritsch die logische Alternative.

Kombination:

Gleich zum WM-Auftakt wartet die wohl kniffligste Aufstellungsfrage. Gilt es doch ein Team zu nominieren, ohne dass in dieser Saison ein Kombi-Weltcup-Rennen stattgefunden hat. Somit müssen die Trainer auf vergangene Ergebnisse in der Kombi und die Leistungen in den Einzel-Disziplinen (Super-G und Slalom) schauen. Ricarda Haaser und Ramona Siebenhofer sind wohl gesetzt, auch Franziska Gritsch hat als starke Slalom-Fahrerin gute Karten. Der vierte Platz wird ziemlich sicher an eine Speed-Athletin vergeben.

Parallel:

Wirklich aufgedrängt hat sich in der neuen WM-Disziplin keine Dame. Ob der achte Rang von Elisa Mörzinger im einzigen Saison-Bewerb reicht, dass die Oberösterreicherin bei der WM dabei ist, wird auch von der Quoten-Verteilung liegen. Logische Starterinnen sind Katharina Liensberger, Katharina Truppe und Franziska Gritsch, die allesamt in anderen Disziplinen dabei sein werden. Wahrscheinlich wird der vierte Platz an eine Läuferin vergeben, die ohnehin schon im Aufgebot steht - etwa Ricarda Haaser oder eventuell Stephanie Brunner.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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