RTL-Misere als "Lernerfahrung" für ÖSV-Damen

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Im Riesentorlauf scheint das Podest für Österreichs Ski-Teams derzeit weit weg zu sein. Diese Erkenntnis bleibt auch nach den zwei Damen-Rennen von Kranjska Gora, in denen es eine Top-Ten-Platzierung gab.

"Aber wir werden weiterkämpfen", versprach Chef Christian Mitter. "Wir müssen schauen, dass wir zu den Verhältnissen kommen - und nicht umgekehrt." Eine Aufwärtstendenz notierte er bei Ramona Siebenhofer und Julia Scheib.

Siebenhofer war zweimal beste Österreicherin, am Samstag fuhr sie auf einer anspruchsvollen Piste auf Platz sieben und folglich in die Weltspitze. Damit könnte die Steirerin, die in der Trainingsgruppe WC3 von Wolfgang Grabner ihre Wurzeln als Allrounderin wiederentdeckt, eventuell schon einen WM-Startplatz in der rot-weiß-roten Problemdisziplin ergattert haben. Scheib lenkte mit schnellen Teilzeiten und ihrer Angriffslust die Aufmerksamkeit auf sich. Nur signifikante Patzer verhinderten bessere Platzierungen als 24 und 16.

"Natürlich sind erfolgreiche Momente viel schöner"

"Ich glaube, die zwei Rennen waren wichtig und gut für mich. Das werde ich jetzt mitnehmen", sagte die 22-Jährige aus Frauental in der Steiermark. "So etwas sind wir im Training nie gefahren, weil es extrem schwierig ist, das hinzubekommen. Dass es dann gleich so gut funktioniert hat, gibt mir extrem viel Selbstvertrauen."

Katharina Liensberger, die Frau mit dem schnellsten Slalomschwung im ÖSV-Team, kam nicht über die Plätze 26 und 14 hinaus. "Ich denke, das sind Lernerfahrungen", sprach die Vorarlbergerin. "Natürlich sind erfolgreiche Momente vielleicht viel schöner, aber gerade aus solchen Momenten kann man viel mehr mitnehmen, lernen und es das nächste Mal besser machen." Katharina Truppe, Katharina Huber, Ricarda Haaser, Franziska Gritsch oder Elisa Mörzinger waren am Samstag und Sonntag abgemeldet. Stephanie Brunner schied zweimal mit Risiko aus.

"Das ist brutal weit noch"

Hauptproblem waren eben die Bedingungen auf einer enorm harten, unruhigen und noch dazu steilen Piste. Weder das technische Rüstzeug, noch die Abstimmung schien bei den Österreicherinnen zu stimmen. "Da sind wir noch nicht so stabil, dass wir sagen, egal ob Eis, weicher, Kunstschnee oder Sonstiges, wir derfahren das, sondern da müssen wir immer ein bisschen auf die Verhältnisse hoffen", erklärte Mitter. "Wir müssen daran arbeiten, dass wir stabiler, breiter aufgestellt sind, damit wir auch bei solchen Rennen besser abschneiden."

In Courchevel war Liensberger bereits RTL-Fünfte, Brunner brachte einen sechsten Platz heim. Haaser klassierte sich dort als Achte und Zehnte. Die Konstanz in den Leistungen geht Mitter noch ab. "Wir möchten dorthin, wo wir auch im Slalom sind", betonte der Steirer. "Das ist brutal weit noch. Es ist schwierig, dass wir es wirklich mannschaftlich schaffen. Aber wir werden weiterkämpfen, und wenn wir jedes Mal zwei, drei dabei haben, die sich gut präsentieren, wird es funktionieren."

Der nächste Riesentorlauf wird am Dienstag, 26. Jänner, am Kronplatz in Südtirol ausgefahren. Bis dahin wollen die ÖSV-Damen vorzugsweise auf der Reiteralm an etwaigen Defiziten arbeiten. "Ich weiß, wo ich mich steigern kann, was ich zu tun habe", meinte Liensberger. Für Siebenhofer und Mitter geht es nach einem Ruhetag hingegen weiter Richtung Schweiz, wo am kommenden Wochenende in Crans-Montana zwei Abfahrten und ein Super-G auf dem Programm stehen. "Ich freue mich schon auf das Abfahrt-Fahren", sagte Siebenhofer.

Textquelle: © APA

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