Papa Hirscher hatte Angst um Marcel

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Vor fast genau neun Jahren gelang Marcel Hirscher beim Riesentorlauf in Val d'Isere sein allererster Weltcup-Sieg.

Für Vater und Betreuer Ferdinand Hirscher ist der 13. Dezember 2009 noch immer "der emotionalste Moment in Marcels Karriere überhaupt", wie er in der "Krone" verrät.

"Du kämpfst jahrelang, von den Bezirkscup-Rennen angefangen. Und dann gelingt ein Weltcup-Sieg. Das Höchste, was du erreichen kannst, außer Olympia und WM. Da hat sich der lange Weg voll bestätigt. Marcel war ja noch ein Bub", so Ferdiand Hirscher über den damals 20-Jährigen.

Der Vater hatte zu Beginn der bemerkenswerten Weltcup-Karriere von Marcel aber auch Angst um seinen Sohn.

Psychoterror der Älteren?

"Ich habe ihn ja immer belgeitet. Und ich habe damals Angst gehabt, dass ihn die Älteren vielleicht unter Druck setzen, sogar Psychoterror ausüben. Aber die Angst war unbegründet, es war das Gegenteil der Fall. Ein Matt, ein Raich oder ein Herbst, die haben sich voll um Marcel angenommen."

Der erste Weltcup-Erfolg habe Marcel aber nicht verändert, glaubt der Papa: "Als Junger hast du immer Druck, musst deinen Startplatz verteidigen. Wir haben mit der gleichen Intenstität weitergearbeitet."

"Das ist das Problem vieler Junger!"

Die sensationelle Entwicklung seines Sohnes zum Mega-Star sei damals noch nicht absehbar gewesen: "Wenn man denkt, Seriensieger werden zu können, ist das vermessen, arrogant. Das ist aber das Problem vieler Junger. Man darf nicht größenwahnsinnig werden. Nach dem ersten Sieg geht's erst richtig los."

Besonders im Riesentorlauf legte Hirscher einen außergewöhnlichen Lauf hin. Seit 2011 ist er mittlerweile nicht mehr in einem RTL ausgefallen.

Warum das so ist? "Schwer einzuschätzen. Es ist ein Mix aus körperlichen Voraussetzungen, Gleichgewicht und skitechnischer Grundausbildung. Wie der Marcel als Kind Buckelpiste gefahren ist, ist unglaublich. Aber ein paar Mal hat er viel Glück gehabt."

Während sich die aktive Karriere von Marcel Hirscher möglicherweise schon dem Ende zuneigt, denkt Vater Hirscher noch nicht ans Aufhören als Trainer: "Kann sein, dass ich dann noch mal einen jungen Athleten betreue. Zu Skirennen zu fahren ist immer cool."


Textquelle: © LAOLA1.at

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