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Neuer Top-Job: Alexandra Meissnitzer soll Skisport reformieren

Von der Persona non grata zum Top-Job: Alexandra Meissnitzer übernimmt bei der FIS eine neue Schlüsselposition. Das sagt sie zur neuen Aufgabe

Neuer Top-Job: Alexandra Meissnitzer soll Skisport reformieren Foto: © GEPA

Im Juni noch vom FIS-Kongress ausgeladen, nun wird sie Chefstrategin: ÖSV-Legende Alexandra Meissnitzer übernimmt eine Schlüsselposition beim internationalen Skiverband FIS.

Die Salzburgerin soll den Wintersport grundlegend modernisieren.

Comeback nach Ausschluss

Diese Personalentscheidung markiert eine bemerkenswerte 180-Grad-Wende: Noch im Frühsommer herrschte offener Konflikt, nachdem Meissnitzer im Vorfeld des Wahl-Kongresses im Juni deutliche Kritik am damaligen FIS-Präsidenten Johan Eliasch geübt hatte. Die Konsequenz: Die 53-Jährige wurde damals kurzerhand von der Veranstaltung ausgeladen.

Mit dem Führungswechsel und der Wahl des neuen Präsidenten Alexander Ospelt hat sich das Blatt jedoch komplett gewendet: Meißnitzer rückt nun selbst in das innerste Berater- und Führungsteam auf.

Auf Instagram blickte die Salzburgerin nun auf die vergangenen Wochen zurück: "Nach meinem öffentlichen Statement kurz vor der Wahl im Juni war keineswegs selbstverständlich, wie mein Weg innerhalb der FIS weitergehen würde. Umso mehr schätze ich das Vertrauen, das mir jetzt entgegengebracht wird.“

Strategische Schlüsselrolle direkt beim FIS-Präsidenten

Als neue „Director of Strategy and Public Affairs“ bekleidet die Doppel-Weltmeisterin von 1999 eine Stabsstelle, die unmittelbar dem Präsidenten unterstellt ist.

Zu ihren Kernaufgaben zählen der enge Austausch mit den nationalen Mitgliedsverbänden, Repräsentationspflichten sowie die strategische Ausrichtung der Kommunikation.

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"Müssen Skisport neu denken"

Im Gespräch mit den Salzburger Nachrichten betonte Meissnitzer ihren klaren Reformwillen: "Wir müssen den Skisport neu denken.“

Als größte Baustellen für die Zukunft identifiziert sie den fortschreitenden Klimawandel und die Begeisterung des Nachwuchses. Gleichzeitig will sie kleineren Wintersportnationen sowie medial weniger präsenten Disziplinen zu mehr Aufmerksamkeit und Mitsprache verhelfen.

Athleten im Fokus: Eileen Gu als Maßstab für weltweite Vermarktung

Ein ganz zentrales Anliegen sind der dreifachen Olympia-Medaillengewinnerin die Sportlerinnen und Sportler selbst.

Neben einer Anhebung der Preisgelder setzt Meissnitzer vor allem auf eine zeitgemäßere Inszenierung der Weltcup-Veranstaltungen und gezieltes Storytelling.

Als Vorbild nennt sie Freestyle-Aushängeschild Eileen Gu, die ihre sportlichen Erfolge und persönliche Geschichte weltweit vermarktet.

Genau diesen Weg will Meissnitzer künftig für den gesamten Verband ebnen, wie sie via Social Media bekräftigt: "Unsere Aufgabe ist es, ihnen die bestmögliche Plattform zu bieten, um sich weltweit zu präsentieren – mit außergewöhnlichen Leistungen, starken Persönlichkeiten und ihren Geschichten. Denn Sport kann weit mehr als begeistern. Er kann inspirieren, verbinden und Menschen über Grenzen hinweg zusammenbringen.“

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