WM-Gastgeber Saudi-Arabien unterstützt vorerst Infantino
Zuletzt erhielt der FIFA-Präsident reichlich Widerspruch, vor allem aus Europa.
Der übernächste WM-Gastgeber Saudi-Arabien hat dem umstrittenen FIFA-Präsidenten Gianni Infantino seine Unterstützung zugesagt - allerdings mit einer zeitlichen Einschränkung.
"Zu diesem Zeitpunkt unterstützt SAFF die andauernden Bemühungen von FIFA-Präsident Gianni Infantino und der FIFA-Führung, die Einigkeit in der Fußball-Familie wiederherzustellen und das Wachstum des Spiels zum Nutzen aller fortzusetzen", hieß es nach einer Sitzung beim nationalen Fußball-Verband.
Man müsse die Leistungen Infantinos für den Fußball im vergangenen Jahrzehnt anerkennen, hieß es. Mit der Formulierung "Zu diesem Zeitpunkt" ließ sich der einflussreiche Vertreter der asiatischen Fußball-Konföderation allerdings eine Änderung der momentanen Haltung im Machtkampf um die Führung des Weltverbandes offen.
Widerstand aus Europa
Infantino steht nach seinen notgedrungen zurückgezogenen Plänen, die Fußball-WM teilweise durch Investoren zu vermarkten, stark unter Druck (mehr dazu >>>).
Widerstand schlägt ihm vor allem aus Europa entgegen. Die UEFA diskutiert in Monaco bei einem Treffen Strategien für einen Machtwechsel beim Weltverband. Infantino hatte mit strategischen Winkelzügen dafür gesorgt, dass sein Favorit Saudi-Arabien der einzige Kandidat für die Vergabe der WM 2034 war.
Ein Abrücken der Scheichs wäre für ihn ein herber Schlag gewesen. Die asiatische Konföderation gilt als Schlüssel für seine Wiederwahl im März 2027, bisher ist der Schweizer der einzige offizielle Kandidat.