Saison-Aus für Bernadette Schild

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Wieder bittere Neuigkeiten aus dem Damen-Lager des ÖSV: Die Saison von Bernadette Schild ist vorzeitig beendet.

Die 30-Jährige verletzt sich am Sonntag bei einem Slalom-Training auf der Reiteralm schwer am linken Knie. Bei einer MRT-Untersuchung in Innsbruck wird ein vorderer Kreuzband- und Meniskusriss sowie eine Knochenprellung diagnostiziert.

Die Salzburgerin wurde im Sanatorium Kettenrücke in der Tiroler Hauptstadt auch bereits operiert.

Bereits letzte Saison setzte sie ein Kreuzbandriss, den sich Schild beim Saisonauftakt in Sölden zuzog, den ganzen Winter außer Gefecht. Damals war allerdings das rechte Knie betroffen.

Letztes Jahr war ein Karriere-Ende kein Thema

Schild stellte nach der Verletzung im Vorjahr aber rasch klar, dass ein Karriere-Ende kein Thema ist. "Es kommen noch viele Winter nach diesem", schrieb die Salzburgerin damals noch aus dem Krankenhaus. Zudem meinte sie immer wieder: "Es kann nur richtig wehtun, was man gerne hat."

Schild hatte sich damals ausgerechnet auf jenem Hang verletzt, auf dem sich schon ihre ältere, 2014 zurückgetretene und mit Benjamin Raich verheiratete Schwester Marlies im Oktober 2008 im Vorbereitungs-Training schwerste Beinverletzungen zugezogen hatte.

Marlies Raich hatte selbst insgesamt mehrere schwere Knieverletzungen zu verdauen gehabt und war trotzdem Weltmeisterin und insgesamt eine der besten Slalomläuferinnen aller Zeiten gewesen. Ihre 35 Siege im Weltcup wurden erst Ende 2018 von der US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin eingestellt bzw. überboten.

Nachtslalom wäre geplant gewesen, RTL nicht

Bernadette Schild ist ein Weltcupsieg bisher verwehrt geblieben. Sie hatte 2019 den bis dahin schwersten Rückschlag ihrer Karriere zu verdauen, nachdem sie in den Jahren davor aber auch immer wieder Pech bei Rennen gehabt hatte. So hatte die Technik-Spezialistin 2018 bei Olympia durch ein "Blackout" eine Medaille verpasst.

Danach war sie auch im Weltcup öfters mehrmals knapp am großen Erfolg gescheitert. Sie sei zwischendurch kurz davor gewesen, den Hut drauf zu hauen, hatte sie einmal gestanden.

Am Semmering wäre Schild nur für den Nachtslalom am Dienstag vorgesehen gewesen. Die 30-Jährige hatte im Oktober zwar den Sölden-Riesentorlauf als Comebackrennen gewählt, sich dort aber nicht qualifiziert. In den beiden jüngsten Courchevel-Riesentorläufen stand Schild nicht mehr im RTL-Aufgebot der ÖSV-Damen.

Am Semmering hatte es Bernadette Schild vor zwei Jahren mit einem Slalom-Einfädler gleich beim ersten Tor auch auf eine andere und kuriose Weise ihrem schwesterlichen Vorbild nachgemacht. Marlies Raich war das 2010 in Aspen ebenfalls passiert.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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