"Werden mit dem Tourismus zusammenleben müssen"
Der Südtiroler sieht sogar größere Herausforderungen auf den Weltcup-Tross zukommen: "Ich denke, dass es sogar komplizierter wird als im letzten Winter."
Der Grund? "Letzten Winter waren wir überall alleine. Bei den Rennen haben die Orte nur für uns die Lifte und die Hotels aufgesperrt." Dadurch war es für die Ski-Blase einfacher, unter sich zu bleiben und mögliche Infektions-Quellen auszugrenzen.
Das wird im nächsten Winter anders werden. "Heuer werden wir mit dem Tourismus zusammenleben müssen, weil es keinen Lockdown mehr geben wird", meint Waldner – und ergänzt: "Zum Glück! Denn zwei solche Winter könnten wir nicht überleben."
Positiv gestimmt ist Waldner beim Thema Fans: "Ich denke, dass diese Geisterrennen Geschichte sind." Da Skifahren sehr fernsehfreundlich sei, hätte man bei den Rennen gar nicht so gemerkt, dass keine Zuschauer an den Pisten waren.
Keine Fan-Massen in Kitzbühel
Bei den Vorbereitungen für die kommende Saison spielen Fans aber wieder eine Rolle: "Wir planen bei den meisten Rennen wieder eine limitierte Zahl an Besuchern." Mit Fan-Massen wird noch nicht gerechnet: "Natürlich werden in Kitzbühel nicht wie früher 40.000 sein, aber bis zu einer Anzahl von 10.000 Besuchern kann ich es mir mit all den Maßnahmen vorstellen."
Ein wichtiger Baustein für die Veranstalter seinen VIP-Pakete: "Die Veranstalter müssen den Sponsoren etwas bieten – sonst geht uns die Kohle aus."
Wie der Winter 2021/22 ablaufen kann, wird sich wohl beim Weltcup-Opening in Sölden Ende Oktober zeigen. Auch 2020 gaben die Tiroler gemeinsam mit dem ÖSV die Richtung für die weiteren Weltcup-Veranstaltungen vor.