Eltern von verstorbenem Skifahrer erheben schwere Vorwürfe
Ein Jahr ist es mittlerweile her, dass Matteo Franzoso bei einem Sturz im Trainingslager in Chile ums Leben kam. Seine Eltern erheben nun Vorwürfe.
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Gut ein Jahr ist der tragische Unfall vom Italiener Matteo Franzoso nun her.
Der junge Skirennfahrer kam bei einem Sturz im Trainingslager in Chile ums Leben (Mehr dazu >>>). Nun erheben die Eltern schwere Vorwürfe gegen den italienischen Verband.
"Das Schweigen der Ski-Welt, in der Matteo aufgewachsen ist, bringt uns gleich zweimal um. Der Verband hat uns im Stich gelassen. In zwölf Monaten haben sie uns weder geschrieben noch einbezogen. Das ist unglaublich", erklären die Eltern gegenüber der italienischen Zeitung "La Repubblica".
Eltern richten kritische Worte an Teamkollegen
Außerdem ergänzen sie: "In einem Jahr ist alles stehen geblieben, es wurde kein einziger Schritt unternommen, um die Verantwortlichkeiten für das Geschehene zu klären."
Die Diskussionen um die Sicherheit im Skisport seien zu schnell wieder beendet worden und die Sicherheitsvorkehrungen in Chile seien immer noch nicht ausreichend. Die Absperrung, gegen die Franzoso geprallt ist, sei mittlerweile entfernt worden.
Des Weiteren sind die Eltern enttäuscht über das Verhalten der Teamkollegen ihres Sohnes. "Glaubt ihr, dass die Athleten etwas gesagt haben? Einer von ihnen ist auf der Piste, auf der sie alle trainieren, gestorben, und sie finden nicht die Kraft, sich zusammenzutun und mehr Aufmerksamkeit für Sicherheit zu fordern", sagen sie. Dies betreffe lediglich seine Sportgruppe nicht.
Franzoso gab im Dezember 2021 sein Weltcupdebüt. Zwei Mal fuhr der Speed-Fahrer in die Punkteränge.