Feuz holt Kitz-Double - Mayer erneut am Podest

Feuz holt Kitz-Double - Mayer erneut am Podest Foto: © GEPA
 

Er hat es schon wieder getan! Zwei Tage nach seinem Premierensieg in Kitzbühel gewinnt Beat Feuz auch die Hahnenkamm-Abfahrt am Sonntag.

Der Schweizer setzt sich bei teils nebligen Bedingungen auf der Streif 17 Hundertstel vor dem Franzosen Johan Clarey durch. Vorjahressieger Matthias Mayer landet als Dritter erneut am Podest. Der Kärntner, der sich am Freitag nur um 16 Hundertstel geschlagen geben musste, erwischt erneut eine super Fahrt und liegt zwischenzeitlich vor Feuz, am Ende fehlen ihm aber 0,38 Sekunden auf den Sieg.

Mit Otmar Striedinger auf Rang acht (+1,20) und Daniel Hemetsberger auf Rang zehn (+1,32) - es ist sein bestes Weltcupergebnis - landen zwei weitere Österreicher in den Top Ten. Max Franz vergibt mit einem Quersteller Anfahrt Hausbergkante eine gute Zeit und wird 13. (+1,38), gefolgt von Daniel Danklmaier auf 15 (+1,46).

Für eine Schrecksekunde sorgt Vincent Kriechmayr: Der Oberösterreicher reißt in der Traverse ein Tor mit, die Stange legt sich quer über seine Ski. Kriechmayr kann einen Sturz verhindern, ins Ziel kommt er nach zusätzlichen Problemen im Steilhang auf Rang 17 (+1,62).

Christopher Neumayer belegt Rang 23, Christian Walder und Hannes Reichelt laden auf den Plätzen 29 und 30.

Dominik Paris, am Freitag Dritter, muss sich diesmal mit Rang sieben begnügen.

Ergebnis der Hahnenkamm-Abfahrt>>>

Im Abfahrts-Weltcup muss Mayer das Rote Trikot an Feuz abgeben, der Schweizer führt nun 28 Punkte vor dem Kärntner.

Feuz einer der wenigen Abfahrts-Double-Sieger in Kitzbühel

Zwei Abfahrten beim selben Event in Kitzbühel hat es zuvor bereits zwölf Mal gegeben, nur sieben Fahrer gewannen beide Rennen.

Es sind dies die Österreicher Karl Schranz 1972 und Josef Walcher 1978, der Schweizer Pirmin Zurbriggen 1985, ÖSV-Läufer Peter Wirnsberger 1986, der Schweizer Franz Heinzer 1992 und der Franzose Luc Alphand 1995. Feuz reiht sich nun ebenfalls in die Reihe der Double-Sieger in Kitzbühel ein.

Trotz einer nicht optimalen Fahrt vermochte es keiner seiner Konkurrenten, Feuz seine zweite goldene Gams im Schlussteil noch zu entreißen. Eine große Rolle spielte auch der Nebel auf der Strecke, weswegen das Rennen zweimal unterbrochen war. "Ich habe eigentlich im Ziel nicht gedacht, dass es reichen könnte", meint Feuz. "Herunten war das Licht extrem flach, da war ich eine Spur zu passiv, dass ich mit dem Feuz mithalten kann", sagt Mayer nach seinem insgesamt achten Podestplatz bei Kitzbühel-Rennen.

Die am Samstag aufgeweichte Piste zog durch die kalten Temperaturen über Nacht an, als "hart und kompakt" beschrieb ÖSV-Abfahrtschef Sepp Brunner den Untergrund. Der Zielsprung war nach dem Sturz von Urs Kryenbühl am Freitag intensiv bearbeitet worden, der Tisch zeigte nun mehr nach unten. Die Anfahrtsgeschwindigkeiten bei den Topläufern waren trotzdem nicht viel geringer als beim ersten Kitz-Rennen in diesem Jahr, das als Ersatz für die wegen Corona-Infektionen abgesagte Lauberhorn-Abfahrt zählt.

Laut FIS-Rennchef Hannes Trinkl konnten die Läufer Sonntagfrüh nach der Besichtigung Bedenken ob des Sprungs äußern, im schlimmsten Fall würde man die Abfahrt sogar absagen. Dazu kam es erwartungsgemäß nicht.

Am Montag (10.45 Uhr) wird das Kitz-Rennprogramm in diesem Weltcup-Winter mit dem Super-G abgeschlossen.

Statistiken:

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