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Hirscher? Mayer: "Ich schaue nicht auf Vorläufer"
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Marcel Hirscher hat wieder einmal alle überrascht.
Mit seinem Auftritt als Vorläufer im ersten Abfahrts-Training auf der Streif in Kitzbühel zog der achtfache Gesamtweltcup-Sieger den medialen Fokus schlagartig auf sich und spielte etwas den "Party-Crasher" beim ersten Auftritt der Abfahrts-Stars.
Nicht alle teilen die Euphorie über Hirschers "Comeback". Matthias Mayer etwa meint: "Ich schau nicht auf die Vorläufer. Wenn man das mediale Interesse unbedingt auf sich ziehen will, dann kann man es natürlich so tun."
Hirscher testet auf der schwierigsten Abfahrtsstrecke der Welt seine selbstgegründete Skimarke "Van Deer" und versteht es, sich und sein Unternehmen entsprechend zu vermarkten.
Vincent Kriechmayr berichtet von einem kleinen Plausch mit dem einstigen Branchen-Primus. "Er hat eine irrsinnige Freude zur Zeit am Skifahren. Ich glaube, er hat in seiner Karriere so oft Druck gehabt, war der Retter der Nation und wenn er jetzt eine Freude hat und Gas gibt, ist ihm das zu vergönnen", meint Kriechmayr.
Marco Odermatt, der in der Schweiz bereits als "nächster Hirscher" gehandelt wird, findet es "sehr cool", dass der einstige Weltcup-Star in Kitzbühel dabei ist. "Er fährt gerne Ski und kann das natürlich noch immer sehr, sehr gut. Wenn es ihm Spaß macht, warum nicht", sagt der aktuelle Gesamtweltcup-Leader.
Hirscher soll bereits in den vergangenen Tagen in Kitzbühel trainiert haben und bis zu 20 Mal im oberen Streckenteil unterwegs gewesen sein. Der 32-Jährige plant, alle vier Möglichkeiten auf der Streif (Donnerstag-Training und in beiden Abfahrtsrennen am Freitag und Samstag) auszuschöpfen. Eine offizielle Zeit von Hirschers Lauf gibt es nicht, er scheint in den FIS-Dokumenten nicht auf.
Äußern will sich Hirscher am Mittwoch zu seinem Auftritt nicht. "Ich darf nicht sprechen, habe Sprechverbot. Bis morgen!", richtet er den wartenden Journalisten aus.