Auch im Kitz-Slalom jubelt ein Österreicher

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Das ÖSV-Team jubelt auch zum Abschluss der 80. Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel. Im Slalom steht mit Marco Schwarz auch im dritten Rennen ein Österreicher am Podest.

Der Kärntner schrammt nur um 12 Hundertstel Sekunden am Sieg vorbei! Den schnappt ihm der Schweizer Daniel Yule weg. Das Podest komplettiert Clement Noel (FRA/+0,37). Halbzeit-Leader Lucas Braathen rutscht im Finale auf den 4. Rang (+0,49) zurück, den er sich mit Landsmann Henrik Kristoffersen teilt.

Michael Matt fällt im Finale von Rang 3 auf Platz 6 (+0,52) zurück. Für eine Überraschung sorgt Adrian Pertl (Startnummer 73), der im Finale mit Laufbestzeit von Rang 24 noch auf Platz 8 (+0,73) nach vor stürmt.

Manuel Feller greift im Finale an, bleibt aber nicht fehlerfrei und belegt Rang 13. Fabio Gstrein holt als 16. neuerlich Weltcup-Punkte. Marc Digruber scheidet im 2. Lauf aus.

Ergebnis des Kitzbühel-Slaloms>>>

Dritter Saisonsieg für Yule

Yule durfte sich nach den Siegen in Madonna di Campiglio und Adelboden nun in Kitzbühel über ein Preisgeld von 100.000 Euro freuen.

Der Österreichische Skiverband (ÖSV) schloss die 80. Auflage der Hahnenkammrennen mit dem Sieg von Matthias Mayer (Abfahrt) und drei zweiten Plätzen durch Mayer (Super-G), Vincent Kriechmayr (Abfahrt) und nun Schwarz erfolgreich ab.

"Man will abliefern beim Heimweltcup!"

"Mega! Beim Heimrennen in Führung zu gehen, ist unglaublich. Ich wollte das gewinnen, ich habe voll attackiert, ich freue mich mega über den zweiten Platz", sagte Schwarz, der erstmal in Kitzbühel auf dem Podest stand.

"Man will immer abliefern beim Heimweltcup. Das Gefühl und die schnellen Schwünge sind wieder da." Erst elf Monate ist sein Kreuzbandriss her.

Der Franzose Alexis Pinturault schied im Finale aus, Henrik Kristoffersen übernahm die Führung im Gesamtweltcup mit 41 Punkten Vorsprung auf seinen Landsmann Aleksander Aamodt Kilde und 49 auf Mayer. Im Disziplinweltcup führt Kristoffersen 17 Zähler vor Yule.

Erster Schweizer Slalomsieg seit 1968

Es war der erste Sieg für einen Schweizer Slalomläufer in Kitzbühel seit Dumeng Giovanoli 1968.

"In Kitzbühel zu gewinnen, ist der Wahnsinn", jubelte der 26-Jährige, der sich freute, dass er langsam die Schweizer Rekorde auf den Kopf stellt. In Adelboden hatte er seinen dritten Weltcup-Erfolg gefeiert, so viele hatte im Slalom noch kein Schweizer vor ihm erreicht - nun hält er bereits bei vier.

Statistik: Alle Sieger und Statistiken zum Kitzbühel-Slalom>>>

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Marco Schwarz: "Es war mega. Beim Heimrennen in Führung zu gehen ist unbeschreiblich. Ich wollte das gewinnen, habe voll riskiert, aber freue mich voll über den zweiten Platz. Bei einem Heim-Weltcup will man abliefern, dass mir das heute so gelungen ist, ist mega. Das Gefühl ist wieder da, der Schwung ist wieder da, jetzt heißt es rennfahren und voll attackieren. Wir haben uns hier gut vorbereitet, dass da heute ein Podest herausschaut, ist für die ganze Mannschaft extrem cool. Mich freut es voll für Adrian (Pertl), er war im Training schon gut drauf und hat sich das voll verdient."

Henrik Kristoffersen: "Ich hätte das nicht geglaubt, dass wir beide Vierter werden. Die drei am Podest waren bei der geraden Kurssetzung extrem schnell, da muss ich arbeiten. Es schaut nicht so schlecht aus, aber diese Gesamt-Weltcup-Führung bedeutet momentan noch nichts. Wenn man nur Vierter wird, muss man sagen, dass man nicht hundertprozentig zufrieden ist. "

Lucas Braathen: "Es ist unglaublich. Ich habe gehofft, dass ich so gut bin, hätte es aber nie gedacht. Ich war etwas nervöser als sonst, aber hatte alles unter Kontrolle. Ich habe ein paar Fehler eingebaut, aber bin glücklich über das Ergebnis."

Manuel Feller: "Wie soll ich sagen. Die Fahrt ist mir nicht schlecht vorgekommen. Aber mit einem 20. Platz mit 110% kann man nicht zufrieden sein. Ich war in meiner Karriere noch nie so ratlos, warum ich platzierungsmäßig so weit hinten bin. Es tut extrem weh momentan, das muss ich schon sagen. In Schladming werde ich es mit 120% versuchen müssen."

Adrian Pertl: "Momentan kann ich es noch nicht ganz glauben. Ich war noch nie unter den besten 30. Der Lauf ist mir eigentlich gar nicht so gut vorgekommen. Familie ist da, Freunde sind da, es sind zigtausend Leute da, das motiviert natürlich extrem. Ab der Mitte ist es brutal, da hört man die Leute schreien und da hab ich mir gedacht, dass ich nochmal alles rausholen muss."

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Textquelle: © LAOLA1.at

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