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ÖSV-Team entflieht der Hitze: Wer (nicht) nach Südamerika fliegt

Die Hitze hat Europa und seine Gletscher fest im Griff. Die Ski-Stars zieht es dieser Tage traditionell auf die Südhalbkugel. Einige ÖSV-Athlet:innen steigen aber nicht in den Flieger.

ÖSV-Team entflieht der Hitze: Wer (nicht) nach Südamerika fliegt Foto: © GEPA / KI

Während ganz Europa vor Hitze und Trockenheit stöhnt, haben die Ski-Asse in der Vorbereitung auf den Winter bereits die ersten Schwünge im Schnee hinter sich – zumindest einige.

Nicht alle konnten die geplanten ersten Schneekurse auf den Gletschern in der Schweiz absolvieren, sowohl die Ski-Gebiete in Zermatt als auch Saas Fee mussten aufgrund der Hitzewelle bis auf Weiteres schließen.

Die Schweizer Teams dürfen dank einer Sonder-Regelung weiter auf den Gletscher, die anderen müssen umplanen.

Argentinien und Chile

Während vor allem kleinere Teams, Europacup- und Nachwuchs-Mannschaften Alternativen für das Training suchen müssen, heben Österreichs Athlet:innen dieser Tage wie geplant zu den traditionellen wie auch kostspieligen Trainingscamps Richtung Übersee ab. Insgesamt zehn Weltcup- und Europacup-Teams absolvieren ihre Schneetrainings in den Anden. Die Destinationen heißen Ushuaia in Argentinien sowie La Parva, Portillo, El Colorado und Valle Nevado in Chile.

Die Speed-Männer rund um Vincent Kriechmayr hoben am Montag für knapp vier Wochen Richtung Chile ab. Die sogenannte "WC3"-Gruppe rund um Marco Schwarz schlägt ihr Lager ebenfalls in Chile auf. Einzig die Slalom-Gruppe hat kein Übersee-Trainingslager geplant und hofft auf wieder bessere Bedingungen in Zermatt und Saas Fee, zudem sind Einheiten in der Ski-Halle in Oslo geplant.

Bei den Frauen sind die Technikerinnen rund um Julia Scheib bereits Richtung Argentinien abhoben, die Speed-Fahrerinnen schlagen ihr Lager Anfang September in Chile auf, wohin dann auch Scheib & Co. wechseln.

Mehrere Meter Neuschnee

An Schnee dürfte es auf der Südhalbkugel, wo aktuell Winter ist, im Gegensatz zu den europäischen Gletschern nicht mangeln. In Chile etwa hat es in den vergangenen Wochen bis zu vier Meter Neuschnee gegeben.

"Die Übersee-Trainingslager sind ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Saisonvorbereitung. Nach den jüngsten Schneefällen finden unsere Teams in Chile und Argentinien aktuell sehr gute Trainingsbedingungen vor. Das ermöglicht uns, die geplanten Einheiten auf höchstem Niveau umzusetzen und gleichzeitig wertvolle Materialtests unter Rennbedingungen durchzuführen", erklärt ÖSV-Alpinchef Christian Mitter.

Liensberger, Eichberger & Co.: So geht es den Verletzten

Nicht mit nach Südamerika reisen wird Katharina Liensberger.

Die Reha nach ihrer im Jänner erlittenen schweren Knieverletzung (Fraktur des Schienbeinkopfs, Meniskus- und Innenbandriss) ist laut dem neuen ÖSV-Cheftrainer Hannes Zöchling zwar "solide verlaufen", die Vorarlbergerin plant aber erst Mitte bis Ende September wieder mit dem Skifahren zu beginnen.

"Da sprechen wir dann aber noch nicht von Stangentraining, sondern von Freifahren und Technikfahren", erklärt Zöchling. Liensberger soll langsam wieder an die volle Belastung herangeführt werden.

Wann die 29-Jährige in den Weltcup zurückkehrt, ist aktuell ungewiss. "Das ist aus heutiger Sicht ganz schwer zu prognostizieren. Das war eine schwere Verletzung, da muss man erst schauen, wie sie auf die Belastung reagiert", stellt Zöchling klar.

Ebenfalls nicht nach Übersee reisen wird Magdalena Egger nach ihrem Kreuzbandriss im Jänner. Die Vorarlbergerin wird erst im September in Europa wieder auf die Ski steigen.

In den Flieger gestiegen ist hingegen Ricarda Haaser. Die Tiroler ist nach ihrer Anfang März erlittenen Schienbeinkopf-Fraktur voll im Comeback-Plan und wird das Trainingscamp in Übersee bestreiten.

Das gilt auch für Stefan Eichberger. Die ÖSV-Speed-Hoffnung absolvierte erst kürzlich die ersten Schwünge auf Schnee nach seinem Kreuzbandriss im Dezember und bereitet sich an der Seite von Vincent Kriechmayr und Co. in Chile auf sein Comeback vor.

Vincent Wieser ist nach seiner Hüft-OP im Frühjahr noch nicht bereit für die lange Reise nach Südamerika. Der Speed-Spezialist soll im Oktober wieder auf Ski stehen.

Dann startet in Sölden auch die neue Weltcup-Saison.

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