Den 40-Jährigen "freut es", dass er erstmals auf diesem Niveau trainieren kann. Klar ist für ihn aber auch: "Trainerwechsel sind nie schön - ich habe es meinem Vorgänger nicht gewünscht."
Während seiner aktiven Spielerkarriere lief der A-Lizenz-Inhaber 168 Mal für den KSV auf. In sechs Jahren bei den Kapfenbergern kommt er auf 41 Tore und 36 Assists.
Liendl stieg mit den "Falken" 2008 sogar in die Bundesliga auf. Nach einem Jahr im österreichischen Oberhaus zog er zur Wiener Austria weiter.
Seine Experten-Rolle beim "ORF" dürfte Liendl weiterhin ausführen. "Wir werden schauen, wie sich das realisieren lässt", meint er.
Wie lässt ein Cheftrainer Liendl spielen?
Doch wie will der Ex-Teamspieler künftig spielen lassen? Soll der Fußball unter Trainer Liendl so aussehen, wie der Spieler Liendl früher gespielt hat? Der Neo-Coach meint ironisch: "Wenn alle so spielen wie ich, werden wir nicht viel gewinnen - das ist auch Fakt."
Grundsätzlich favorisiert er einen offensiven, aktiven Spielstil.
In der aktuell brenzligen Situation scheut er aber auch nicht vor Pragmatismus zurück: "Ich versuche, mich anzupassen. Wenn ich es mir aussuchen kann, mag ich den offensiven Fußball."
"Die Zeit ist begrenzt"
Am kommenden Freitag geht es für den KSV in der Liga schon mit dem Gastspiel bei Austria Salzburg weiter. Bis dahin hat Liendl nur noch ein Training Zeit, um die Mannschaft auf den Tabellenfünften einzustellen.
"Die Zeit ist sehr begrenzt. In Wirklichkeit haben wir nur den morgigen Tag, an dem wir wirklich trainieren können. Aber ich bin überzeugt, dass wir eine Mannschaft haben, die das Potenzial hat, Spiele zu gewinnen. Das Vertrauen habe ich zu 100 Prozent", so Liendl.
In erster Linie gehe es nach acht Gegentoren in den ersten drei Runden nun darum, kompakt zu stehen.