Olympia 2026: Die meistgesehenen Spiele der ORF-Geschichte
Verglichen mit den Spielen vor vier Jahren in Peking wurde im ORF eine halbe Million mehr Menschen erreicht.
Die Olympischen Winterspiele in Italien haben dem ORF im Rahmen seiner über 500-stündigen Berichterstattung Topquoten beschert.
In Summe 6,14 Millionen Personen kamen hierzulande zumindest kurz mit den Übertragungen in Kontakt (weitester Seherkreis). Das entspricht 81 Prozent der TV-Bevölkerung ab 12 Jahren.
Damit waren die heurigen Olympischen Spiele die meistgesehenen der ORF-Geschichte, jubelte das öffentlich-rechtliche Medienhaus in einer Aussendung.
Spiele zuvor hatten mit Zeitverschiebung zu kämpfen
Bei den Winterspielen 2022 in Peking erreichte der ORF insgesamt 5,4 Mio. Zuseherinnen und Zuseher. Die Bewerbe fanden aufgrund der Zeitverschiebung teils aber zu wenig publikumsfreundlichen Zeiten statt.
Ähnlich hoch war das Interesse wie auch die Zeitverschiebung bei den Winterspielen vier Jahre zuvor in Pyeongchang (5,3 Mio. Personen).
Abfahrten dominierten
Ski-alpin-Übertragungen dominierten das Reichweitenranking. Die beiden Abfahrten knackten auf ORF 1 die Millionenmarke, wobei der Männer-Bewerb mit 1,09 Mio. Zusehern knapp zugkräftiger war als jener der Frauen (1,05 Mio.).
Ersterer stellte die meistgesehene Olympia-Abfahrt seit zwölf Jahren dar, zweiterer verbuchte mit bis zu 1,24 Mio. Zuschauerinnen und Zuschauern den höchsten Spitzenwert der heurigen Olympischen Winterspiele.
Der Riesentorlauf der Männer (990.000 Zuschauer) landete knapp unter einem siebenstelligen Wert, aber schaffte es auf das Reichweitenpodest.
Skeleton und Big Air sorgen für Rekorde
Nicht unter den Top drei landete der Skeleton-Goldlauf von Janine Flock mit im Schnitt 816.000 Zuschauerinnen und Zuschauern, stellte aber einen Reichweitenrekord für die Sportart im ORF auf.
Ebenfalls einen Quotenrekord - in diesem Fall für Big Air - landete Anna Gasser mit 832.000 Zuschauern bei der Qualifikation auf ORF 1.
Reichweitenzuwachs für ORF Sport+
Etliche Übertragungen - etwa Curling, Eisschnelllaufen oder Eiskunstlauf - waren im Sportspartenkanal ORF Sport+ zu sehen. Für den Sender waren die Spiele ein Reichweitenboost auf knapp 300.000 Personen Tagesreichweite. Zum Vergleich: 2025 lag die durchschnittliche Tagesreichweite für ORF Sport+ bei 213.000.
Mit Blick auf den Streamingbereich vermeldete der ORF ebenfalls Rekorde. Insgesamt 290 Mio. Nutzungsminuten und 7,6 Mio. Nettoviews verbuchten die Livestreams und Video-on-Demand-Angebote und wurden damit so stark genutzt wie noch nie zuvor bei Olympischen Spielen seit Beginn der Messung 2017.
ORF-Generaldirektor Roland Weißmann nahm die starken Quoten als Beweis dafür her, "wie wichtig es ist, Sportevents wie die Olympischen Spiele im Free-TV zu halten". Weiter geht es von 7. bis 15. März mit Paralympics, wobei ORF 1 täglich eine Highlight-Sendung im Programm hat und ORF Sport+ die Spiele auch live übertragen wird.