Mancuso setzt auf Vonn-Comeback: "Es ist machbar"
"Es ist machbar!“ Lindsey Vonn wagt trotz Kreuzbandriss das Olympia-Training in Cortina. Julia Mancuso zittert mit: „Werden es vor Spannung kaum aushalten.
Das Ski-Wunder von Cortina d’Ampezzo - wird es Realität oder platzt der Traum endgültig?
Vor der Olympia-Abfahrt der Frauen blickt die Sportwelt auf Lindsey Vonn. Nach ihrem Kreuzbandriss bei der Generalprobe in Crans-Montana am vergangenen Freitag wagt die 41-Jährige das Unmögliche. Eine, die fest an sie glaubt, ist ihre langjährige Wegbegleiterin Julia Mancuso.
Vonn testet das Knie unter Rennbedingungen
Dass Vonn trotz der schweren Verletzung am Start steht, sorgt für Staunen und Respekt. Mancuso ordnet die Herkulesaufgabe bei „Yahoo Sports“ ein:
„Es gab in der Vergangenheit schon einige Athleten, die bei Olympischen Spielen mit einem gerissenen vorderen Kreuzband angetreten sind. Normalerweise passiert sowas aber zu Beginn der Saison und sie haben viel Zeit für Krafttraining, zur Stabilisation und zum Testen“, so die Ex-Rennläuferin. Vonn hingegen bleibt keine Zeit. Nach einem ersten Ski-Test soll das erste Training endgültig Aufschluss geben. Allerdings findet der erste Trainingslauf nun erst am Freitag statt.
"Werden es vor Spannung kaum aushalten"
Für Mancuso ist klar, dass der Testlauf in Cortina ein emotionaler Ausnahmezustand wird: "Diesmal wird es einzigartig sein, weil Lindsey bei den Trainingsläufen testen wird und wir es live miterleben werden. Es gibt nicht mehr viel Zeit für das Training. Ich denke, wir alle werden es vor Spannung kaum aushalten."
Obwohl Vonn mit einer Schiene starten muss und sicher nicht bei 100 Prozent ist, traut Mancuso der Ski-Queen alles zu: "Dass sie mit einer Knieorthese läuft, kann auch schwierig sein. Aber es ist machbar, insbesondere wenn Lindsey keine Schwellungen hat. Sie ist nicht die gleiche Athletin, wie noch vor einer Woche. Aber sie wird trotzdem ihr Bestes versuchen."
Das gemeinsame Erlebnis im Fokus
Egal wie die Zeitnehmung am Donnerstag stoppt, für Mancuso zählt der Kämpfergeist ihrer ehemaligen Teamkollegin.
"Wir werden diese Erfahrung mit ihr gemeinsam erleben. Ich hoffe für sie nur das Beste, dass sie die Kraft findet und hoffentlich ein gutes Ergebnis erzielen wird“, schließt Mancuso ihre Analyse.