Bitter! Hauser lässt Biathlon-Medaille im letzten Schießen liegen
Die Tirolerin liefert 15 fehlerfreie Schüsse und eine starke Laufleistung. Mit Edelmetall vor Augen versagen jedoch die Nerven.
Beinahe hätte Lisa Hauser für die erste Olympia-Medaille Österreichs im Biathlon seit Dominik Landertinger 2018 gesorgt.
Die Tirolerin liegt im Einzel über 15 Kilometer bis zur letzten Schießeinlage auf Medaillenkurs, dann versagen ihr die Nerven. Die ehemalige Massenstart-Weltmeisterin leistet sich stehend drei Fehler, Edelmetall geht dadurch verloren.
Letztendlich schaut nur der 27. Rang heraus, ihr Rückstand auf die neue Olympia-Siegerin Julia Simon beträgt 3:22,1 Minuten. Bei 20 fehlerfreien Schüssen hätte Hauser über Silber jubeln dürfen.
Anna Gandler belegt den 32. Platz (2 Fehler/+3:34,5 Minuten). Tamara Steiner wird 44. (2/+4:45,5), Anna Andexer 62. (5/+6:01,1).
Zweites Gold für verurteilte Simon
Simon darf sich über ihr zweites Gold bei diesen Spielen nach der Mixed-Staffel freuen. Die Französin war erst vor wenigen Wochen wegen Kreditkartenbetrugs zu einer dreimonatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Alle Infos >>>
Die 29-Jährige gewinnt nach einem Schießfehler überlegen vor ihrer Landsfrau Lou Jeanmonnot (2/+53,1 Sekunden).
Bulgarische Sensation
Bronze geht sensationell an die fehlerfreie Bulgarin Lora Hristova (+1:04,5).
Die 22-Jährige holt für ihr Land die erst dritte Biathlon-Medaille nach Gold für Ekaterina Dafowska 1998 in Nagano und Irina Nikultschina 2002 in Salt Lake City.