Hemetsberger von Fixplatz in der Abfahrt überrascht
Die guten Leistungen brachten Hemetsberger letztlich auch das Fixticket für die Olympia-Abfahrt.
"Ich habe absolut gar nicht damit gerechnet", sagt der neben Matthias Mayer und Vincent Kriechmayr dritte ÖSV-Fixstarter. "Die Abfahrt ist neu und man hat im Vorhinein nicht gewusst, wer von unseren Jungs hier schnell ist. Dass mir das Vertrauen ausgesprochen wurde, erleichtert mir jetzt natürlich einiges. Ich glaube, ich fahre im Moment auch gut."
Obwohl er erst 18 Weltcup-Abfahrten in den Beinen hat, hat Hemetsberger des Öfteren bewiesen, dass er sich auf neue Strecken gut einstellen kann. Sicher kein Nachteil in Peking.
"Ich habe noch nicht so viel Erfahrung im Weltcup, bin noch nicht auf so vielen Abfahrten gefahren. Von dem her muss mich auch schnell anpassen, damit ich da mithalten kann – was ich natürlich möchte", stellt Hemetsberger klar. "Ich glaube, dass ich schon ein bisschen ein Talent habe oder mich leichter tue als andere. Bis jetzt ist es mir gut gelungen, dass ich die Erfahrung, die andere haben, schnell kompensieren kann. Ich habe aber auch viel Unterstützung von Mothl, Vinc und den anderen, die mit mir ihr Wissen teilen."
Hemetsberger und Kriechmayr: "Jung und dumm"
Den angesprochenen Vincent Kriechmayr kennt Hemetsberger bereits seit Kindertagen, die beiden Oberösterreicher sind schon gemeinsam im Schüler-Cup gefahren.
"Wir waren eine ganz gute Generation, haben uns gegenseitig gepusht. Wir hatten irsinnig viel Spaß und haben auch nicht nur trainiert", erzählt Kriechmayr.
"Da gibt es sicher einige Anekdoten, aber ich glaube, dass die eher privat bleiben sollten, weil da ist doch schon ein bissl ein Schas draht worden auch. Es war ein Spaß, da waren wir noch jung und wahrscheinlich auch ein bisschen dumm", grinst Hemetsberger.
Doppel-Olympiasieger Matthias Mayer nahm den Oberösterreicher nach dem ersten Training auf der Olympia-Strecke sogar in den Kreis der Mitfavoriten auf. "Es ist echt lässig, dass ich immer mehr Beachtung finde unter den Topathleten. Ich hoffe, dass ich dem gerecht werden kann."
Hemetsberger im Tausch-Fieber
In einer anderen "Disziplin" ist Hemetsberger bereits auf "Goldkurs": Im Tauschen von Olympia-Pins, den Ansteckern der nationalen Olympischen Komitees.
"Am ersten Tag ist ein Amerikaner zu mir gekommen und hat gefragt, ob ich einen Pin habe und tauschen möchte. So hat das eigentlich angefangen, ich habe das gar nicht im Fokus gehabt, dass es das auch gibt. Jetzt habe ich wirklich schon einen Haufen und war schon zwei Mal bei uns im Büro und habe mir neue Pins geholt, die ich tauschen kann", erzählt Hemetsberger.
Vielleicht kommt zu den Pins ja auch eine Medaille dazu...