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Scheyer verpasst Abfahrt: "Ziemlich beschissen"
Des einen Freud, des anderen Leid. Während sich Tamara Tippler im letzten Training noch das vierte ÖSV-Ticket für die Olympia-Abfahrt am Dienstag (4 Uhr MEZ im LIVE-Ticker) sichert, verpasst Christine Scheyer das Highlight in Peking.
"Ziemlich beschissen", beantwortet die Vorarlbergerin nach Platz 22 im Training die Frage, wie es in ihr aussehe. "Es war keine gute Fahrt von mir, ich habe gemerkt, ich komme nicht auf Zug. Ich habe eine ziemliche Klatsche gekriegt. Es ist Olympia, es war Quali, ich bin sehr enttäuscht, aber ich kann es nicht ändern."
Sie will sich nun für die Kombination nochmals motivieren, die habe sie immer eingeplant gehabt, erklärt Scheyer.
Tippler: "Das habe ich mir am ersten Tag nicht gedacht"
Tippler hingegen fährt mit einer "soliden Linie mit guter Spannung" zu Rang neun und damit zum fixen Startplatz.
"Ich werde morgen angreifen. Ich komme auf der Strecke gut zusammen, das habe ich mir am ersten Tag nicht gedacht. Es war heute die Anspannung da, ich habe mir nur gedacht, Tami konzentriere dich, du musst alle Tore passieren, sonst bist nicht dabei", sagt die Vierte im Olympia-Super-G.
In der Abfahrt habe sie bis jetzt nicht die richtigen Ergebnisse gehabt, sonst hätte sie sich die Qualifikation ersparen können. "Daher bin ich positiv gestimmt, dass sich der Abstand zu denen, die gute Ergebnisse in der Abfahrt haben, halbwegs in Grenzen hält. Morgen geht es darum, nicht zu überpowern, sondern auf das zu vertrauen, was man sich angeschaut hat."
Tippplers beste Saison-Ergebnisse im Weltcup waren ein elfter und zwölfter Rang in Lake Louise, Scheyer war Fünfte in Lake Louise und Zehnte in Zauchensee und Garmisch-Partenkirchen.
"Wir haben gesagt, es ist ein Trainerentscheid auf Grundlage des zweiten Trainings. Tamara war in jeder Sektion und im Ganzen eindeutig schneller", erklärt ÖSV-Cheftrainer Christian Mitter die Entscheidung pro Tippler. "Es ist immer schwierig, weil man ein paar Sachen mitbedenken muss wie die Startnummern, Christine ist mit vier gefahren, Tamara mit zwanzig, aber trotzdem war das Bild relativ eindeutig."