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Lamparter feiert in Estland nächsten Sieg
Der Tiroler baut mit dem Sieg seine Führung im Gesamtweltcup aus. Lisa Hirner verpasst knapp einen Podestplatz.
Johannes Lamparter feiert im estnischen Otepää seinen vierten Saisonsieg in der Nordischen Kombination.
Der Tiroler, der nach dem Springen auf Platz zwei lag, läuft über fast das ganze Rennen vorne weg und gewinnt nach acht Kilometern Langlauf 20,5 Sekunden vor dem Deutschen Johannes Rydzek.
Dritter wird mit Vinzenz Geiger (+20,8) ebenfalls ein Deutscher. Zweitbester Österreicher wird Stefan Rettenegger der als Siebter direkt vor Sprungsieger Ryota Yamamoto landet. Thomas Rettenegger landet als Neunter auch noch in den Top Ten.
Lamparter fehlen nun nur noch zwei Weltcup-Erfolge auf den österreichischen Rekordsieger Felix Gottwald, der am Dienstag übrigens seinen 50. Geburtstag feiert.
Österreichs Olympia-Trio
Bei den Männern klassierten sich nach 8 km in der Loipe Stefan Rettenegger (+21,9) als Siebenter und Thomas Rettenegger als Neunter (+30,8) in den Top Ten. Die Brüder und - der im Weltcup nun 150 Punkte vor dem Deutschen Julian Schmid führende - Lamparter kristallisieren sich immer mehr als Österreichs Olympia-Trio heraus, die Nominierung steht freilich noch aus.
Lamparter schlug nach Rang zwei am Freitag im Massenstart und Platz sieben nach einem Langlaufsturz am Samstag im Gundersen-Bewerb eindrucksvoll zurück, legte die Basis zum Erfolg auf der Schanze.
"Ich habe nicht die besten Verhältnisse gehabt, aber doch einen sehr gelungenen Sprung", meinte der Rumer. Das Kompakt-Format mit nur sechs Langlauf-Sekunden Rückstand auf Sprungsieger Ryota Yamamoto habe ihm dann in die Karten gespielt. Schon bald ließ er den letztlich achtplatzierten Japaner stehen und lief fortan ungefährdet in Richtung Ziel.
"Ein wahnsinnig cooler Tag" - Lamparter noch zwei Weltcupsiege hinter Gottwald
"Ein wahnsinnig cooler Tag", jubelte Lamparter. "Ich habe von Anfang an probiert, es schnell zu machen - draufbleiben, draufbleiben. Die harte Arbeit die ganzen vier Runden hat sich ausgezahlt." Im Moment genieße er jede Station, jedes Rennen, denke noch nicht an Olympia.
"Nächste Woche Oberhof, dann freue ich mich wahnsinnig auf das Triple daheim (Seefeld, Anm.). Dann schauen wir, dass wir die Form mitnehmen." Ihm fehlen nur noch zwei Weltcupsiege auf Felix Gottwald, Österreichs Rekordsieger feiert im Übrigen am Dienstag seinen 50. Geburtstag.
Mit Fabio Obermeyr (13.), Lukas Greiderer (15.) sowie Martin Fritz (19.) klassierten sich drei weitere Österreicher in den Top 20. Der zu Saisonbeginn zweimal auf das Podest gekommene Franz-Josef Rehrl hingegen kommt aus seinem Formtief nicht heraus, wurde fünf Plätze hinter Paul Walcher nur 38.
Nach dem Springen wurde der wie Walcher aus Ramsau stammende Rehrl 13. Zwei Bewerbe am nächsten Wochenende in Oberhof sind die letzten Möglichkeiten, sich für die Winterspiele in Mailand/Cortina zu empfehlen.
Hirner verpasst Podest knapp
Bei den Frauen wurde die Steirerin Lisa Hirner bei einem weiteren Sieg der Norwegerin Ida Marie Hagen Vierte.
Trondheim-Siegerin Katharina Gruber und die im 4-km-Langlauf zu Sturz gekommene Claudia Purker belegten die Ränge elf und zwölf. Anna-Lena Slamik wurde 30.
Hirner startete als Elfte in die Loipe, hatte dann aber sogar noch Rang drei knapp vor sich. "Ich bin happy. Es ist das Gute an der Kombi, man kann den Frust von der Schanze auf der Loipe rauslassen. Das ist mir richtig gut gelungen", meinte die zweifache WM-Dritte.
Auf dem Bakken habe sie mit dem Schwerpunkt in der Hocke Probleme, es werde aber besser. "Aber es fehlt noch die Wirkung im Sprung, ich bin sehr verkrampft." Eine bessere Sprungform wäre für Hirner auch für ihre Ambition einer Olympia-Nominierung bei den Spezialspringerinnen wichtig.