Verlass auf Marko Antilla
Zudem haben die Finnen mit dem 37-jährigen Marko Antilla einen Spieler in ihren Reihen, der immer wieder in wichtigen Partien performt.
Beim WM-Titel 2019 glich der 2,03 Meter große Hüne im Viertelfinale gegen Schweden 89 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit zum 4:4 aus, im Halbfinale gegen Russland erzielte er den einzigen Treffer, und beim 3:1 im Finale gegen Kanada zeichnete er mit zwei Toren für die Wende vom 0:1 zum 2:1 verantwortlich.
Im Februar im Olympia-Finale gegen die russische Auswahl bereitete Antilla das siegbringende 2:1 vor, und nun war er im Viertelfinale gegen die Slowakei zum 1:2 und 2:2 erfolgreich. Kein Wunder, nahm NHL-Spieler Markus Granlund nach der Partie bezüglich Antilla das Wort unglaublich in den Mund.
USA zuletzt mit zehn Halbfinal-Niederlagen
Schon in der Vorrunde kam es zum Duell mit den USA, damals setzten sich die Finnen mit 4:1 durch. Jedoch zeigten die jungen Amerikaner gegen die Schweiz (3:0), zu was sie fähig sind.
Allerdings gehörten die USA seit dem Gewinn der Goldmedaille 1960 in Lake Placid nie mehr zu den besten zwei Teams bei einer WM. Sie verloren seither sämtliche zehn Halbfinal-Spiele, 1994 sowie 2001 gegen Finnland. Nun soll dieser "Fluch" endlich überwunden werden.
Viel deutet allerdings darauf hin, dass das Finale zum dritten Mal in Folge Finnland gegen Kanada heißt. Jedenfalls sind die Nordamerikaner im zweiten Halbfinale gegen Tschechien zu favorisieren (am Samstag ab 17:20 Uhr im LIVE-Ticker).
Kanada kämpfte sich spät ins Semifinale
Der Titelverteidiger aus Kanada setzte sich im Viertelfinale gegen Schweden (4:3 nach Verlängerung) in extremis durch, holte ein 0:3 auf. Das 2:3 und 3:3 schossen die Kanadier in der 59. Minute innerhalb von 30 Sekunden. Genau diese mentale Stärke zeichnet sie aus.
In der Overtime vergingen nur 43 Sekunden ehe Drake Batherson die Kanadier ins Halbfinale schoss.
Die Tschechen hatten im Viertelfinale beim 4:1 gegen Deutschland scheinbar weniger Mühe, bei einigen gegnerischen Metalltreffern aber das Glück auf ihrer Seite. Seit den beiden Bronzemedaillen in den Jahren 2011 und 2012 kam man bei einer Weltmeisterschaft aber nicht mehr über den vierten Platz hinaus. Tschechien war zuletzt 2010 Weltmeister.