MVP-Saison für Peter Schneider nicht das Ziel

 

Peter Schneider ist zurück in Österreich!

Nach zwei Jahren im Ausland - zuerst beim EHC Biel in der Schweiz, dann Kometa Brno in Tschechien - schnürt der EBEL-MVP der Saison 2018/19 die Schlittschuhe wieder im eigenen Land. Allerdings nicht bei den Vienna Capitals, bei denen er sich mit zwei sehr erfolgreichen Saisonen ins Rampenlicht spielte, sondern beim EC Red Bull Salzburg.

Die "Bullen" gingen im Sommer in die Transfer-Offensive und wollen damit endlich wieder ein heißes Wort um den Titel in der ICE Hockey League mitreden. Schon einen Monat vor Liga-Start sind die Salzburger beim mittlerweile schon traditionellen Vorbereitungsturnier in Kitzbühel, dem Red Bulls Salute, zu sehen (Samstag und Sonntag im LIVE-Stream bei LAOLA1).

Die Titel im Sinn

Schneider verspürte nach einem allseits schwierigen Corona-Jahr, in dem beim ÖEHV-Stürmer auch Verletzungen eine Rolle spielten, den Wunsch, nach Österreich zurückzukehren. Salzburg bot ihm das attraktivste Angebot.

"Ich habe von den Spielern, die hier schon länger spielen, oft gehört, dass das Umfeld, die Trainingsmöglichkeiten und das Trainingsprogramm speziell auf die Spieler abgestimmt sind. Das wollte ich auch einmal erleben", erklärt der 30-Jährige seine Entscheidung gegenüber LAOLA1.

Und die ersten Eindrücke konnte er schon sammeln, speziell jene über Coach Matt McIlvane: "Matt ist ein Trainer, der sehr auf die Spieler eingeht, das gefällt mir sehr gut. Er holt das Beste aus den Menschen heraus."

Mit 20 Toren und zwölf Assists in 51 Spielen für Biel sowie 21 Treffern und sechs Assists in 51 Auftritten für Brünn hatte Schneider im Ausland zwar seine guten Momente, an die MVP-Saison bei den Caps (47 Tore, 44 Assists in 78 Partien) kam er aber nicht heran.

Die will sich der Klosterneuburger auch nach der Rückkehr nicht zum Vorbild nehmen: "Das Ziel ist nur der Meistertitel. Dafür sind andere Dinge wichtiger, als nur Tore schießen."

Ein hartes Programm noch im August

Nämlich die Mannschaftsleistung - und da möchte Schneider mit zusätzlicher Reife aus den Auslandsstationen als Führungsspieler vorangehen.

Die derzeitigen Linienkollegen muss er aber gar nicht führen, die sorgen vielmehr für Nostalgie: Mit Ali Wukovits und Benjamin Nissner waren im ersten Vorbereitungsspiel ausgerechnet die beiden "übergelaufenen" Ex-Kollegen der Capitals die Sturmpartner Schneiders. Nicht ausgeschlossen, dass dieses Trio die meiste Zeit so bestehen bleibt.

Gegen Motor Ceske Budejovice funktionierte das im bisher einzigen Test ganz gut, das Spiel endete 4:2. Mit Tygri Liberec wartet beim Salute ja ein weiterer tschechischer Klub auf die "Bullen" und Schneider, der sein Eishockey-Handwerk in Tschechien lernte.

Ein Rückschritt ist die Rückkehr für ihn nicht, das sollen gute Auftritte beim Salute trotz der frühen Phase der Vorbereitung beweisen. "Die österreichische Liga wird international schwer unterschätzt. Ich glaube nicht, dass wir in Tschechien jedes Spiel abgeschossen werden würden", ist der Neo-Salzburger überzeugt.

Dennoch wird es auch für ihn in erster Linie darum gehen, sich mit Mannschaftskollegen zusammenzufinden und den Rost abzuschütteln. Das ist auch schnell notwendig, gleich nach dem Salute wartet die Olympia-Qualifikation mit dem ÖEHV-Team - und darauf die ersten Einsätze in der Champions Hockey League. Schneiders Saison beginnt also quasi an diesem Wochenende schon richtig.

"So ist das Business. Aber ich bin da, um Spiele zu spielen, die kommen oftmals schnell."

Red Bulls Salute im LIVE-Stream bei LAOLA1:

Samstag (17:00 Uhr): Red Bull Salzburg - Tygri Liberec

Samstag (20:30 Uhr): Red Bull München - HC Kosice

Sonntag (15:00 Uhr): Spiel um Platz 3

Sonntag (19:00 Uhr): Finale

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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