NEWS

Nach Verletzungsmisere: Star-Goalie für die Capitals

Die Vienna Capitals werden auf dem Transfermarkt noch einmal aktiv und reagieren damit auf zwei verletzungsbedingte Ausfälle.

Nach Verletzungsmisere: Star-Goalie für die Capitals Foto: © IMAGO / STEINSIEK.CH

Die Vienna Capitals geben einen hochkarätigen Neuzugang auf der Torhüterposition bekannt.

Der 34-jährige Schwede Adam Reideborn unterschreibt ein bis Mitte Oktober befristetes Arbeitspapier in der Bundeshauptstadt.

Der Linksfänger kommt mit einer beeindruckenden Vita nach Wien. Reideborn hat 189 Spiele in der SHL, 154 Spiele in der KHL, 116 Spiele in der Schweizer NL sowie 16 Länderspiele für Schweden und zwei Meistertitel in der KHL in seiner Vita stehen.

16 Spiele für die schwedische Nationalmannschaft

Der 34-Jährige stand in den letzten drei Spielzeiten für den SC Bern zwischen den Pfosten.

Nötig wurde diese Nachverpflichtung aufgrund von Verletzungen bei Sebastian Wraneschitz und Max Zimmermann. Beide laborieren an unterschiedlichen Unterkörperverletzungen und drohen für den Saisonstart auszufallen.

Für die schwedische Nationalmannschaft durfte Reideborn im Laufe seiner Karriere in 16 Spielen auflaufen. Der Torhüter vertrat sein Land im Jahr 2021 bei der Weltmeisterschaft. Nach fünf WM-Spielen stand eine Fangquote von 94,6 Prozent zu Buche. Reideborn war ein Jahr später Teil des schwedischen Olympia-Aufgebots, kam in Peking aber nicht zum Einsatz.

"Eine schnelle Entscheidung"

Adam Reideborn freut sich über den Transfer: "Als er im Sommer bei den Vienna Capitals unterschrieben hat, habe ich mit Jakob Lilja gesprochen. Nach seiner Ankunft in Wien haben wir uns wieder ausgetauscht. Dabei hatte er nur Gutes zu berichten. Ich hatte also ein gutes Gefühl für die Organisation, bevor es überhaupt eine Option war, hierherzukommen. Nachdem die Capitals Kontakt mit mir aufgenommen haben, war es meinerseits eine schnelle Entscheidung."

"Mein Ziel war es, meine Saison bei einer guten Mannschaft zu beginnen. Hoffentlich können wir einige Siege einfahren und dann schauen wir weiter. Körperlich fühle ich mich gut. Ich habe mich zu Hause fit gehalten und bin am Eis gewesen. Noch habe ich mit der Mannschaft nicht trainieren können, wir werden daher sehen, wie das erste Spiel verläuft, ich fühle mich aber bereit, dem Team zu helfen. Ich habe mir vorab den Kader angesehen und gemerkt, dass wir über viel Erfahrung verfügen. Ich habe einige Namen gesehen, gegen die ich im Laufe meiner Karriere schon einmal gespielt habe, darunter auch mein neuer Goalie-Coach Bernhard Starkbaum", so Reideborn.

Rückennummer 39 für Reideborn

Reideborn soll am Freitag noch in Wien ankommen und wird am Samstag bereits gegen den HK Dukla Trencin im Einsatz sein. Der Schwede erhält die Rückennummer 39, die er bereits bei Djurgårdens IF und der schwedischen Nationalmannschaft trug. 

Sebastian Wraneschitz und Max Zimmermann sind hingegen nicht einsatzbereit. Während bei Wraneschitz eine genaue Prognose noch ausständig ist und der Saisonstart akut in Gefahr ist, könnte Zimmermann bei idealem Heilungsverlauf erst zu Saisonbeginn matchfit sein.

Christian Dolezal, Sportlicher Leiter der Vienna Capitals sagt: "Sebi laboriert seit der zweiten Trainingswoche an einer hartnäckigen Unterkörperblessur, welche wir versuchen, durch eine spezielle Therapie in den Griff zu bekommen. Stand jetzt können wir keinen konkreten Zeitpunkt für sein Comeback nennen. Max hat sich am Tag vor dem Vorbereitungsspiel gegen den KAC eine leichte Unterkörperverletzung zugezogen. Er ist am Weg der Besserung und startet mit leichter Belastung."

"Beide benötigen eine gewisse Aufbauphase, um letztendlich bereit für den Meisterschaftsbetrieb zu sein. Die Nachverpflichtung von Adam soll ihnen die dafür notwendige Zeit geben. Gleichzeitig bekommen wir mit Adam einen Torhüter, der in den besten Ligen Europas performt hat. Wir müssen zum Saisonstart bereit sein und können daher kein Risiko eingehen. Das sind wir unseren Partnern und Fans einfach schuldig. Wir freuen uns darüber, Adam bei uns in der Caps-Familie begrüßen zu dürfen", erklärt Dolezal.

Sie haben die meisten Playoff-Einsätze der ICE-Geschichte

Kommentare