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HC Fribourg-Gottéron HC Fribourg-Gottéron FRG
Endstand
2:4
1:1 , 0:0 , 1:3
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Graz99ers: "Wir haben kurzfristig ans Wunder geglaubt"

Dem Schweizer Meister wird zum CHL-Start über weite Strecken die Stirn geboten. "Mehr kann ich nicht verlangen", war Head Coach Dan Lacroix stolz.

Graz99ers: "Wir haben kurzfristig ans Wunder geglaubt" Foto: © GEPA

"Wir haben kurzfristig an das Wunder geglaubt", sagt Herbert Jerich.

Der Graz99ers-Präsident hatte vor dem Kräftemessen mit dem HC Fribourg-Gotteron befürchtet, dass der Schweizer Meister seinem österreichischen Pendant zeigen werde, wie man Eishockey spielen kann.

Dem war aber nicht so. Die Steirer haben Fribourg bei ihrer Rückkehr in die Champions Hockey League über lange Zeit die Stirn geboten und überwanden dabei Widrigkeiten.

Ausgleich entfachte das Feuer

Head Coach Dan Lacroix musste gleich auf sechs Stammkräfte verzichten. Dadurch musste der nominelle Verteidiger Kilian Zündel im Angriff aushelfen, der 20-jährige Salam Gadzhiev gab überhaupt sein Pflichtspiel-Debüt bei den Profis.

Dazu war der Start wenig verheißungsvoll, die Gäste aus der Schweiz waren bereits in der vierten Spielminute in Führung gegangen. Doch eine überstandene Unterzahl-Phase diente als Initialzündung.

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Graz bejubelt den Ausgleich
Foto: ©GEPA

14 Sekunden vor Ende des ersten Spielabschnitts erzielte Chris Collins im Powerplay den Ausgleich. Das 1:1 heizte nicht nur die Stimmung im Grazer Bunker zusätzlich an, sondern entfachte auch bei den 99ers-Cracks das Feuer.

"Exzellenter" Mittelabschnitt bleibt unbelohnt

Das Geschehen im Mittelabschnitt wurde von Graz bestimmt. "Wir haben ein exzellentes zweites Drittel gespielt", freute sich Lacroix, "aber wir haben kein weiteres Tor erzielt".

Paul Huber verpasste in der 27. Spielminute nach Zuspiel von Nick Swaney den Führungstreffer, als Fribourg-Keeper Ludovic Waeber seinen Versuch im Alleingang noch mit der Stockhand über das Tor gelenkt hatte. Auch Manuel Ganahl scheiterte alleine vorm Schweizer Goalie.

"Wir hätten uns mit unseren Chancen sicher das eine oder andere Tor mehr verdient", seufzt Huber.

Schweizer Wut gegen Grazer Müdigkeit

Auch im dritten Drittel hat es Möglichkeiten auf den Führungstreffer gegeben, doch Fribourg drückte zunehmend aufs Tempo und die Grazer in die Defensive. "Es hat danach ausgesehen, als wäre uns die Luft ausgegangen", meint Lacroix.

Erst wurde den Schweizern das 2:1 noch verwehrt, der Puck hatte nach einem Breakaway von Christoph Bertschy die Linie nicht überquert. Das machte den National-League-Champion jedoch nur wütend.

Yannick Rathgeb schweißte das Spielgerät über die Schulter von Nicolas Wieser unter die Latte, wenige Augenblicke später legte der langjährige NHL-Spieler Anthony Richard das spielentscheidende 3:1 nach.

"Mehr kann ich nicht verlangen"

Zwar verkürzte Kapitän Marcus Vela mit dem zweiten Überzahl-Treffer noch auf 2:3, doch Richard schnürte mit seinem Treffer ins verwaiste Tor den Doppelpack und besorgte den 4:2-Endstand zugunsten Fribourgs.

"Jeder hat das Herz am Eis gelassen. Wir brauchen die Köpfe nicht in den Sand stecken."

Präsident Herbert Jerich

"Fünf Minuten Konzentrationsschwäche haben uns vielleicht nicht den Sieg, aber die Verlängerung gekostet", ärgerte sich Jerich ein wenig.

Der Präsident war zugleich "super stolz" auf die Mannschaft. "Jeder hat das Herz am Eis gelassen, wir brauchen die Köpfe nicht in den Sand stecken."

Coach Lacroix nickt: "Der Einsatz war hervorragend, wir haben mit aller Kraft gekämpft. Mehr kann ich von ihnen nicht verlangen."

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