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Ali Wukovits: "Gegen Wien ist es doppelt schön"

Ali Wukovits: "Gegen Wien ist es doppelt schön" Foto: © GEPA

Ausgerechnet Ali Wukovits schoss Salzburg in der 46. Runde der bet-at-home ICE Hockey League zu zwei Punkten über die Vienna Capitals. Nachdem der gebürtige Wiener das Duell im Oktober verpasste, jubelte er beim ersten Wiedersehen mit seinem langjährigen Ex-Verein über den Treffer zum 3:2 in der Overtime (hier nachlesen >>>).

Florian Baltram schickte den 25-Jährigen mit einem langen Pass auf die Reise und "dann habe ich den Puck zwischen die Beine von Starki (Bernhard Starkbaum, Anm.) hauen können. Für mich war es natürlich schön, wieder einmal zu treffen, mein letztes Tor war doch schon etwas länger her (Doppelpack am 19. November beim 7:2 gegen Olimpija Ljubljana, Anm.). Und gegen Wien ist es natürlich doppelt schön - noch dazu in der Overtime, da freut man sich", meinte Wukovits nach dem Spiel im Interview.

Jedoch konnten nicht alle wichtigen Personen seinen Treffer live in der Halle erleben. So fielen die beiden Stürmer Peter Schneider und Mario Huber wegen positiver Coronatests aus. Head Coach Matt McIlvane gilt als Verdachtsfall und war ebenfalls nicht anwesend, an der Bande standen Ben Cooper und Daniel Petersson.

Ohne den Trainer musste "jeder Spieler noch mehr Verantwortung übernehmen und auch auf der Bank das Wort ergreifen, wenn etwas nicht gepasst hat", erklärte Wukovits. Man habe selbst das Zepter in die Hand nehmen müssen.

Es war nicht Salzburgs "schönstes Spiel"

Das gelang den Bullen zu Beginn des Spiels sehr gut. In einem chancenarmen ersten Drittel gingen sie durch Alexander Pallestrang, der sein Comeback gab, und Peter Hochkofler in Führung. Die Wiener glichen im dritten Abschnitt durch Matt Neal und Matt Prapavessis aus und retteten sich in die Verlängerung.

"Die Chancenauswertung war der Grund, warum wir - und nicht die Caps - zwei Punkte geholt haben. Auf beiden Seiten gab es Möglichkeiten, die verwertet hättet werden müssen und im Endeffekt haben wir das in der Overtime gemacht", sagte Wukovits.

Der Stürmer sprach von einem Salzburger Spiel, das unstrukturiert war und viele Fehlpässe beinhaltete, es sei eben nicht das schönste Match gewesen. "Aber am Ende zählt der Sieg. Wir haben gewonnen und deshalb können wir zufrieden nach Hause gehen."

Bereits am Dienstag folgt das "Rückspiel" in Wien (ab 19:15 Uhr im LIVE-TICKER), es ist das dritte Aufeinandertreffen dieser Mannschaften. Das erste am 22. Oktober in Salzburg verlief noch enger, damals setzten sich die Bullen mit 1:0 im Shootout durch. Daher ging der 25-Jährige davon aus, dass sich die Caps revanchieren wollen. "Es waren zwei sehr knappe Spiele bis jetzt, sie werden sicher 'hot' sein, aber viele von uns spielen das erste Mal auswärts in Wien und auf das freuen wir uns auch."

Barr: "Hätten lieber drei Punkte gehabt"

Auch Wiens Head Coach, Dave Barr, dürfte froh sein, die beiden Auswärtsspiele gegen den Leader aus Salzburg hinter sich gebracht zu haben. "Auswärts in Salzburg zu spielen, ist immer schwierig. Punkte von hier mitzunehmen, ist noch schwieriger - überhaupt, wenn du nach zwei Dritteln mit 0:2 im Rückstand bist", erklärte er nach dem Spiel. "Wir hätten lieber drei Punkte gehabt, aber wir sind mit einem glücklich."

Der Kanadier war mit der Spielweise seiner Mannschaft sehr zufrieden, trauerte aber etwas den vielen Möglichkeiten im (ersten und) zweiten Drittel nach. Nach 40 Minuten und 22 Torschüssen hatten die Caps keine Tore auf dem Konto, Salzburg schon nach sechs Möglichkeiten zwei.

Der Anschlusstreffer durch Neal in der 48. Minute fiel in Überzahl, was Barr nicht überraschte: "Unser Powerplay ist über das Jahr gesehen meistens sehr gut. Es hält uns im Spiel oder bringt uns ins Spiel." Danach haben man den Ausgleich durch ein "scrappy" Tor geschossen, Prapavessis war im Gestocher per Rebound zur Stelle. "Ich mochte unsere Bemühungen wirklich. Wir haben eine Menge Cracks, die heute gut gespielt haben - individuell und in der Gruppe."

Ob die Wiener am Dienstag eine ähnlich gute Leistung gegen die Bullen auf das Eis zaubern und dabei ihren Heimvorteil nutzen können, wird sich noch herausstellen. In der Steffl Arena sind ab diesem Tag jedenfalls wieder 2.000 Fans zugelassen.

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