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Capitals-Coach Barr: "Das ist nicht akzeptabel"

Capitals-Coach Barr: "Das ist nicht akzeptabel" Foto: © GEPA

Dass die Halbfinal-Serie gegen den EC Red Bull Salzburg eine richtig schwierige werden würde, war allen Beteiligten der Vienna Capitals klar.

Dass der Grunddurchgangsdominator jedoch scheinbar mühelos über die Wiener drüberfahren wird, war insbesonders aufgrund der Viertelfinal-Leistungen der Hauptstädter gegen den KAC nicht zu erwarten. Und doch stehen die Caps nach der dritten Pleite im dritten Spiel gegen Salzburg (Spielbericht >>>) vor dem frühzeitigen Saisonaus.

Auch die Rückkehr von Head Coach Dave Barr, Viertelfinal-Garant Bernhard Starkbaum und Top-Scorer Nicolai Meyer änderte wenig an der Verteilung des Kräfteverhältnisses zwischen den beiden Teams. Die Capitals wirken von Spiel zu Spiel müder, der inzwischen überwundene Corona-Cluster und Verletzungen machen sich nun deutlich bemerkbar.

Wenn dann auch die eigene Leistung nicht passt, haben die "Bullen" leichtes Spiel. Und das stößt Dave Barr sauer auf: "Es war sicher nicht eines unseren besseren Spiele in den Playoffs", konstatiert der Kanadier gegenüber "Puls24".

"Spieler waren über eigene Performance enttäuscht"

"Die Spieler waren in den Drittelpausen über die eigene Performance enttäuscht", erzählt der 61-Jährige über die Gemütslage in der Wiener Kabine. "Wir haben uns die Probleme selbst bereitet, das ist nicht akzeptabel", findet Barr auch deutliche Worte. Besonders die Offensive ließ einmal mehr aus, drei Tore aus drei Spielen stehen zu Buche.

"Wir haben Spieler, die genügend Talent haben, Spielzüge zu kreieren", nimmt Barr vor allem seine Top-Linie rund um Meyer, James Sheppard und Matt Bradley in die Pflicht. "Wir haben zu wenig Offensive kreiert, mussten deshalb defensiv viel arbeiten. So kannst du nicht gewinnen", muss der Caps-Coach ernüchtert feststellen.

Caps-Hoffnung stirbt zuletzt: "Salzburg muss noch einen Sieg einfahren"

Aus diesem Spiel können die Wiener nicht viel mitnehmen, Salzburg war über die gesamte Spieldauer in allen Belangen überlegen. Barr gibt die Hoffnung jedoch nicht auf: "Du musst vier Spiele gewinnen, das bedeutet, Salzburg muss noch einen Sieg einfahren."

Diesen vierten Sieg wollen die Capitals so weit wie möglich hinauszögern, sogar gänzlich verhindern. "Wir müssen noch vier Spiele gewinnen, das ist ein etwas längerer Weg", weiß auch Barr, dass die Zeichen klar gegen die Donaustädter stehen.

Womöglich hing einigen Spielern noch die äußerst bittere Heim-Niederlage am Samstag in der eigenen Arena in den Köpfen, welche die Serie früh in Richtung der Mozartstädter lenkte. Just aus diesem Spiel können die Caps allerdings auch ihre Lehren ziehen, auch sie wissen, Salzburg ist nicht unschlagbar.

"Müssen unser bestes Spiel zeigen, vielleicht sogar mehr"

"Wir wissen, dass wir Salzburg schlagen können", betont Barr. "Dafür müssen wir unser bestes Spiel zeigen, vielleicht sogar mehr. Heute ist uns das nicht gelungen." In Spiel vier muss dies gelingen, sonst geht es mit dem Charter in den Urlaub.

Ein Fakt, der den Capitals durchaus in die Karten spielen könnte, meint der Kanadier. "Es wird für uns leicht sein, uns auf Spiel vier zu fokussieren", hofft der Chefbetreuer auf einen letzten Motivationsboost, wie ihn der KAC in der Viertelfinal-Serie gegen die Wiener hatte.

Barr ist aber auch bewusst, dass "wenn wir nicht gut spielen, konzentriert agieren und mehr Tore schießen, dann spielen wir nicht mehr weiter."

Er fordert: "Wir müssen einfach unseren Job erledigen!"

Die besten Highlights des dritten Halbfinal-Spiels im VIDEO:


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