WM-Sprint: ÖSV-Herren bei Boe-Sieg chancenlos

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Österreichs Herren haben im Sprint der Biathlon-WM nichts mit der Entscheidung zu tun.

Simon Eder (+1:14,7 Sek.) trifft zwar alle zehn Scheiben, kann nach seiner Verkühlung in der Loipe jedoch nicht mit den Besten mithalten. Der Salzburger landet schlussendlich als 15. unmittelbar vor Julian Eberhard (1:21,5), der zweimal in die Strafrunde muss.

Das erste Einzelgold bei den Herren in Östersund holt sich Saison-Dominator Johannes Thingnes Boe trotz eines Fehlschusses. Silber geht an Alexandr Loginov (RUS/+13,7 Sek.), der ebenso wie Bronzemedaillengewinner Quentin Fillon Maillet (FRA/+16,5) fehlerfrei bleibt.

Dominik Landertinger (1/+1:25,1) landet als drittbester Österreicher auf dem 21. Rang, Felix Leitner (1/+1:56,5) ist als 36. auch noch beim Verfolgungsrennen dabei.

Dieses geht am Sonntag ab 16:30 Uhr über die Bühne. Bereits um 13:45 Uhr starten die Damen in ihre Verfolgung. Leider ohne Lisa Theresa Hauser, die sich am Freitag ein Riesen-Missgeschick leistet:

Optimum für Eder

Simon Eder holte damit das Optimum aus seinen Möglichkeiten heraus, nachdem er am Mittwoch nach eingefangener Verkühlung in der Heimat noch beim Arzt gewesen war. "Die Leistung war perfekt, mehr hätte ich nicht herausholen können", sagte der 36-Jährige.

Im Laufen würde es noch nicht optimal funktionieren. "Mir fehlen die Trainingstage und die intensiven Einheiten. Die Rennen sind aber wichtig, damit ich für nächste Woche den Schwung habe." Am Schießstand war Eder als einziger der vier ÖSV-Aktiven makellos, daher in der Ergebnisliste vor seinen Landsleuten.

"Worst case" für Eberhard

Eberhard schoss liegend und stehend je einmal daneben, ihm fehlten bei einem Rückstand von 1:21,5 Min. 6,7 Sek. auf Eder. "Ich habe mit einem Fehler begonnen. Danach wusste ich, dass ich das Herz in die Hand nehmen muss und habe alles auf eine Karte gesetzt, da es eine WM ist." Die Verhältnisse mit leichtem Schneefall behagten Eberhard als gutem Läufer nicht. Er bezeichnete sie als "worst case".

Landertinger hatte das Handicap der Nummer 1. "Das war nicht ganz so optimal, weil hintenraus ist es ein bisschen schneller geworden. Es war nicht ganz so schlecht, aber für eine Medaille war es bei weitem zu wenig." Landertinger lag im Endeffekt 1:25,1 Min. zurück, bei Felix Leitner waren es als 36. und auch einem Fehlschuss 1:56,5. "In der Loipe war es in Ordnung, vor allem am Anfang war ich sehr spritzig und konnte einen guten Zug laufen. Der Rückstand auf die Spitze ist aber schon enorm", erklärte der WM-Debütant.

Ein Sieg fehlt noch auf Fourcade-Rekord

Sieger Boe war schon 2015 in Kontiolahti Sprint-Weltmeister geworden, der Saison-Dominator hat nach erneut bärenstarker Laufleistung nun 13 von 19 Weltcup-Saisonrennen gewonnen. Denn die WM-Bewerbe zählen auch zum Weltcup.

Damit fehlt Boe noch ein Erfolg, um die Rekordmarke von Martin Fourcade einzustellen. Der Franzose blieb im Gegensatz zu Boe fehlerfrei, büßte aber in der Loipe zu viel ein, wurde Sechter (+32,5). Bronze nur um 0,3 Sek. verpasste der ukrainische Überraschungsmann Dmytro Pidrutschnji als Vierter (0).

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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