Hauser geht im WM-Einzel leer aus, holt aber Kugel

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Lisa Hauser verpasst im dritten Bewerb der Biathlon-WM auf der Pokljuka ihre dritte Medaille nur knapp. Nach den beiden Silbernen in der Mixed-Staffel und Verfolgung muss sich die Tirolerin im Einzelbewerb über 15 km mit Rang vier begnüngen.

Hauser, die in dieser Disziplin zuletzt in Antholz ihren ersten Weltcupsieg feierte, hat in einem hochklassigen Bewerb bis zum vierten Schießen die Chance auf Gold, dann gehen allerdings die letzten beiden Schüsse daneben. Die 27-Jährige kommt mit 1:52,2 Minuten Rückstand ins Ziel.

Gold geht sensationell an die Tschechin Marketa Davidova, die als einzige Top-Athletin fehlerfrei bleibt und sich 27,9 Sekunden vor der Schwedin Hanna Öberg (1F) durchsetzt. Bronze sichert sich die Norwegerin Ingrid Landmark Tandrevold (1/+1:04,0).

Eine starke Leistung liefert auch Julia Schwaiger ab, die nach einem Schießfehler Rang zehn (+2:20,8) belegt. Dunja Zdouc mit drei Fehlern und Katharina Innerhofer mit fünf Fehlern schaffes es nicht in die Top 40.

Die dreifache Goldmedaillen-Gewinnerin von Pokljuka, Tiril Eckhoff, geht diesmal als 21. (4F) leer aus.

Hauser holt Kugel im Einzel-Weltcup

Trotz verpasster Medaille darf Hauser jubeln: Mit Rang vier sichert sie sich die kleine Kugel im Einzel-Weltcup, die sie sich mit der Italienerin Dorothea Wierer teilt. Die ergatterten die beiden nach nur drei Saisonrennen mit jeweils einem Sieg, einem vierten Platz und einem möglichen Streichergebnis.

Damit darf sich die 27-Jährige über einen weiteren historischen Erfolg in ihrer Karriere freuen: Sie ist die erste Österreicherin, die über einen Sieg in einer Disziplinen-Wertung jubeln darf.

Hauser hat mit der elftbesten Laufzeit 1:52,8 Minuten Rückstand auf die Siegerin, auf Bronze fehlen ihr knapp 50 Sekunden. "Es ist ein bisschen ärgerlich mit den zwei letzten Schüssen, das muss ich schon sagen", sagt Hauser im ORF-Interview. Über die nächste "saucoole Platzierung", die ihr die Kugel beschert, will sich die 27-jährige Tirolerin dennoch freuen. Ihre kurzzeitige Übelkeit auf der vierten Runde, von der sie im ORF-Interview berichtet, schien sie rasch wieder weggesteckt zu haben. "Vierter Platz ist mega bei einer WM und ich bin echt happy darüber."

Das war auch Schwaiger, die ihr bestes WM-Resultat erreicht und sich nach dem verpatzten Sprint (63.) über "Balsam für die Seele" freut. "Ich habe gewusst, wenn die anderen Mädels gut drauf sind, dann habe ich das genauso drauf. Dass es heute hingehaut hat, ist echt super." Bei der Mixed-"Silbernen" Zdouc geht am Dienstag wenig. "Ich habe mich sehr schwergetan. Für eine Topplatzierung sind drei Fehler zu viel."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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