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Volleyball: Meister TSV Hartberg mit breiter AVL-Konkurrenz

Die Steirer spielen am Freitag in Graz um den Supercup-Titel. Das Rennen um die Meisterschaft ist in der kommenden Saison offen.

Volleyball: Meister TSV Hartberg mit breiter AVL-Konkurrenz Foto: © GEPA
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Die Austrian Volley League (AVL) Men startet mit mehreren Titelanwärtern mit unterschiedlichen Ausgangslagen in die Saison 2026/27.

Meister TSV Hartberg vertraut auf Kontinuität, während Vorjahresfinalist UVC Ried auf neue Impulse setzt, Waldviertel mit einem verjüngten Kader antritt und Aich/Dob einen nahezu kompletten Neustart vollzieht.

Das Niederösterreich-Derby zwischen den USP Panthers aus St. Pölten und den Zwettlern am Samstag (19:00 Uhr) bildet den Liga-Auftakt.

Hartberg im Supercup gegen Graz

Noch vor dem ersten Aufschlag um Punkte steht am Freitag um 17.35 Uhr (live ORF Sport +) im Grazer Sportpark der Supercup auf dem Programm. Cupsieger UVC Graz fordert den Meister aus der Steiermark.

Beim AVL Media Day am 1. Oktober im Haus des Sports in Wien rechnete ÖVV-Präsident Gernot Leitner mit einem engen Feld.

"Bei den Herren erwarte ich eine extrem spannende Saison, wo sich die ersten acht wieder gegenseitig schlagen werden in den ersten Runden."

Titelverteidiger und Finalist im Fokus

Mit den beiden Außenangreifern Clemens Ecker, zuletzt in Wien aktiv, und dem Franco-Bosnier Eldin Demirovic holten die Hartberger zwei erfahrene Kräfte dazu.

"Wir wollen beweisen, dass das kein Zufall war in der letzten Saison, und jetzt wollen wir uns das selbst und vor allem auch allen anderen beweisen", sagte Mittelblocker Maximilian Steinböck.

Neben der Titelverteidigung steht auch der Cup weit oben auf der Agenda, nachdem sie das Steirer-Duell im Finale der vergangenen Saison gegen UVC Graz knapp mit 2:3 verloren hatten.

Neuer Trainer in Ried

Ried startet nach dem ersten Finaleinzug der Vereinsgeschichte mit einem neuen Trainer. Alexander Prietzel, in den vergangenen sieben Jahren Bundestrainer der deutschen Beach-Volleyball-Nationalmannschaft, übernimmt das Kommando.

Mit Nicolai Grabmüller verstärkt ein Mittelblocker mit 80 Länderspielen für Österreich und mehreren internationalen Titeln das Team."Jetzt haben wir eigentlich eine gute Mischung bei der Grund-Sechs aus drei erfahrenen und drei jungen Spielern mit sehr viel Potenzial", sagte Außenangreifer Markus Berger.

"Wir haben heuer viel vor, bei uns ist der Weg das Ziel. Wenn wir hart arbeiten, kann mit unserer Mannschaftskultur alles möglich werden."

Neue Gesichter, hohe Ansprüche

Bei den Nordmännern aus dem Waldviertel rücken mehrere heimische Talente stärker in den Mittelpunkt, darunter die U18-Beach-Europameister Paul Hohenauer und Martin Poinstingl.

Neu ist auch Headcoach Martin Nemec, der sowohl als Spieler als auch als Trainer Erfahrung im In- und Ausland sammelte. Nach Rang drei in der vergangenen Saison formulieren die Niederösterreicher ihre Ambitionen offensiv.

"Ich denke, dass unser Kader mit jungen, vielversprechenden Talenten noch einmal besser geworden ist. Demnach ist der erste Platz das Ziel", sagte Außenangreifer Niklas Stooß.

Einen besonders großen Schritt vollzog Aich/Dob, das in der entscheidenden Phase der vergangenen Saison mit Verletzungen einiger Schlüsselspieler zu kämpfen hatte. Nach Platz eins im Grunddurchgang und dem Verpassen des Podests blieb kein Startspieler im Team.

Zu den namhaften Abgängen zählt unter anderem der Wechsel Grabmüllers nach Ried, zudem zog es Mittelblocker Sebastian Sablatnig nach Ljubljana. Mit Neuzugängen aus Portugal, Ungarn und Deutschland stehen nun sechs Österreicher sechs Legionären gegenüber.

Kampf um die Top acht

Hinter den vier Topteams aus der vergangenen Saison formiert sich ein breites Mittelfeld mit unterschiedlichen Zielsetzungen.

VCA Amstetten setzt bewusst stärker auf österreichische Entwicklungsspieler und begrüßt Rückkehrer Niklas Etlinger, der seine Volleyballkarriere vor 16 Jahren hier begann. Realistisch sieht er für die Mannschaft Platz fünf bis sechs am Ende der Saison.

Sokol/Post integriert mit sieben Neuzugängen zahlreiche neue Gesichter und visiert die obere Tabellenhälfte an. Die Wörther-See-Löwen aus Klagenfurt streben erneut die Qualifikation für die K.-o.-Phase an.

Besonders klar formuliert St. Pölten sein Ziel: Nach zwei Jahren in der Relegation soll diesmal der Sprung unter die besten acht gelingen. Bisamberg/Hollabrunn möchte vor allem gegen die direkte Konkurrenz regelmäßig punkten.

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