Osaka macht sich um Shuai Peng Sorgen

Osaka macht sich um Shuai Peng Sorgen Foto: © GEPA
 

Naomi Osaka sorgt sich um die chinesische Kollegin Peng Shuai, die nach ihren Vorwürfen wegen eines sexuellen Übergriffs durch einen chinesischen Spitzenpolitiker als verschwunden gilt.

"Ich stehe unter Schock über die gegenwärtige Lage und sende Liebe und Licht in ihre Richtung", schreibt die Japanerin am Mittwoch auf Twitter.

Osaka kritisiert Chinas Zensur, die jede Debatte über den Fall aus Internet und Medien streicht. "Ich hoffe, dass Peng Shuai und ihre Familie sicher sind und es ihnen gut geht", sagt Osaka.

Erst am Sonntag hatte die internationale Damentennis-Organisation WTA Aufklärung gefordert. Man verfolge die jüngsten Ereignisse in China mit großer Sorge, wurde WTA-Chef Steve Simon zitiert.

"Peng Shuai und alle Frauen verdienen es, angehört und nicht zensiert zu werden." Seit der Veröffentlichung ihrer Vorwürfe im sozialen Netzwerk Weibo Anfang des Monats war die 35 Jahre alte frühere Wimbledon- und French-Open-Doppelsiegerin nicht mehr öffentlich gesehen worden, was den Ruf "Wo ist Peng Shuai?" (#WhereIsPengShuai) laut werden ließ.

Peng startete #MeToo-Bewegung in China

In ihrem Beitrag auf Weibo, der kurz nach der Veröffentlichung wieder gelöscht worden war, hatte Peng Shuai offenbart, über einen Zeitraum von zehn Jahren mit Unterbrechungen eine Beziehung mit dem verheirateten früheren Vizepremier Zhang Gaoli eingegangen zu sein. In dem Beitrag ist von Liebe und Zuneigung die Rede, aber auch von einem ungewollten sexuellen Übergriff - ohne dass aber Beweise für die Anschuldigung vorgelegt werden könnten, wie es darin hieß. Die Echtheit des Postings über ihr Weibo-Konto konnte nicht verifiziert werden.

Der 75-jährige Zhang Gaoli galt früher als einer der mächtigsten Politiker Chinas. Er war von 2013 bis 2018 Vizepremier - und von 2012 bis 2017 sogar Mitglied des Ständigen Ausschusses des Politbüros, des höchsten Machtgremiums der Kommunistischen Partei. Es ist der erste Fall, in dem ein prominenter Politiker ins Kreuzfeuer gerät, seit die #MeToo-Bewegung 2018 auch in China Einzug gehalten hat. Seitdem waren unter anderem in der Wissenschaft, im Journalismus und in der Geschäftswelt einige wenige Fälle ans Licht geraten.

Textquelle: © APA Zum Seitenanfang »

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