Kyrgios streut Final-Gegner Rosen: "Er ist eine Art Gott"
Kyrgios, der nach der Niederlage mit leerem Blick und roter Kappe auf dem Kopf regungslos auf seiner Bank saß, weiß, dass er mit Djokovic eine Riesen-Hürde vor der Brust hatte. "Er ist eine Art Gott", erklärt der Australier.
Der 27-Jährige ließ sich am Sonntag jedoch nicht verbiegen, wurde seinem Bad-Boy-Image durch Debatten mit dem Schiedsrichter, Zuschauern und seinem eigenen Anhang wieder gerecht.
Besonders von einer betrunkenen Zuschauerin hätte er sich während dem Match gestört gefühlt. "Ich spiele im Wimbledon-Endspiel gegen einen der besten Spieler der Geschichte. Da brauche ich nicht jemanden, der jeden Punkt Blödsinn zu mir redet", so der Australier.
"700 Drinks!" - Kyrgios-Ärger über Zuschauerin
"Ich war schon einige Nächte in meinem Leben unterwegs und ich wusste, dass sie zu viel hatte. Ich habe dem Schiedsrichter gesagt: Sie redet viel mit mir und sie ist betrunken. Was willst du dagegen machen?"
Kyrgios hatte sich während der Partie bereits bei Schiedsrichter Renaud Lichtenstein beklagt und die Zuschauerin beschuldigt, "700 Drinks" gehabt zu haben.
Daraufhin erhielt der 27-Jährige eine Verwarnung. "Ich würde nicht sagen, dass sie mir das Spiel gekostet hat", sagte Kyrgios. An einem Punkt habe er gedacht: "Entweder gebt ihr ein Wasser oder schmeißt sie raus."
Für seine Leistungen im Verlauf der vergangenen zwei Wochen könne er sich jedoch nichts vorwerfen. "Ich brauche jetzt ein bisschen Urlaub. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Abschneiden und werde zurückkommen. Es waren tolle Wochen für mich hier", so Kyrgios.
Djokovic und Kygrios stürzen in Weltrangliste ab
In der Weltrangliste schlägt sich Kyrgios' erster Grand-Slam-Finaleinzug aber nicht wieder. Der 27-Jährige, der es ungesetzt ins Endspiel schaffte, rutscht in der Rangliste sogar auf Platz 45 ab. Der Grund: In Wimbledon fallen heuer zwar Weltranglisten-Punkte raus, es kommen aber keine neuen dazu.
Das betrifft auch Novak Djokovic. Auch der Champions muss trotz des Triumphs in London einige Plätze einbüßen. Dem Serben fallen wegen seines Vorjahres-Siegs 2.000 Punkte aus der Wertung. Deshalb rutscht der "Djoker" auch auf Rang sieben der Weltrangliste ab.